Paläste
Wenige Kilometer südlich von Nowy Sącz steht zwischen alten Bäumen des Stadnicki-Parks ein Palast, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Heute beherbergt er die Beratungsstelle für Landwirtschaft der Woiwodschaft Kleinpolen, und sein Baukörper bewahrt die Gestalt des großen Umbaus vom Beginn des 19. Jahrhunderts.
Das Dorf gründete der Krakauer Kastellan Nawoj von Tenczyn, und im Liber beneficiorum des Jan Długosz aus den Jahren 1470–1480 wird bereits Tomasz Nawojowski erwähnt. Am Ende des 16. Jahrhunderts errichtete Piotr Nawojowski das erste Gutshaus. Später fielen die Güter den Herzögen Ostrogski zu, 1600 den Lubomirskis; zu Beginn des 19. Jahrhunderts bauten die Stadnicki das Gutshaus zu einem stattlichen Palast aus und herrschten bis in die 1940er Jahre über Nawojowa.
Während des Zweiten Weltkriegs lagen deutsche Truppen im Palast, nach dem Krieg ging der Besitz an den Staat über. Die Residenz wurde von der landwirtschaftlichen Beratungsstelle übernommen, die bis heute hier amtiert; das Gebäude ist renovierungsbedürftig und für Touristen nicht zugänglich.
Der größte Schatz der Anlage bleibt der Park mit Bäumen, die für diese Klimazone selten sind. Durch Nawojowa führt der blaue Wanderweg, und eine Tafel am Palast skizziert die Geschichte des Anwesens; die Innenräume kann man nur von außen und an Werktagen bewundern.
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