Märkte & Altstädte
Ein bei der Stadtgründung im Jahr 1299 angelegter quadratischer Platz bildet die Achse der Altstadt von Olkusz — von ihm gehen sechs Straßen aus, und um ihn stehen Bürgerhäuser, die überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Unter dem Pflaster liegen die Reste eines gotischen Rathauses vom Ende des 14. Jahrhunderts, und in den Kellern des Hauses Nummer 4 befand sich einst die Münzstätte von König Sigismund August.
Das erste gemauerte Rathaus entstand hier Ende des 14. Jahrhunderts. 1787 beherbergte es König Stanisław August Poniatowski, wenige Jahrzehnte später wurde der baufällige Bau abgerissen. Der Revitalisierung gingen archäologische Untersuchungen voraus, bei denen die Reste eines Gebäudes mit den Maßen 14 × 21 m und einer deutlich erkennbaren Turmumrisslinie freigelegt wurden. Nach der Restaurierung ist der Mauerverlauf auf dem Platz sichtbar; das rekonstruierte Erdgeschoss soll künftig als Eingang zum Untergrundmuseum und als Bühne dienen.
Unter dem Haus Rynek 4 haben sich die Keller der ehemaligen Münzstätte von König Sigismund August aus dem Jahr 1579 erhalten. Sie sind eine der interessanteren Spuren der reichen Vergangenheit von Olkusz, einer königlichen Stadt, die jahrhundertelang vom Bergbau und Handel lebte.
Der Umbau in den Jahren 2011–2013 verlagerte die Parkplätze vom Platz weg und ergänzte zwei Brunnen, Holzbenchs und stilvolle Beleuchtung für Platz und Basilika. Direkt nebenan steht die gotische Andreaskirche, und in der Westzeile übernehmen zwei große Bürgerhäuser die Funktionen des Rathauses. Der Platz ist rund um die Uhr zugänglich.
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