Historische Orte
Der Burgwall Stary Olkusz ist eine archäologische Stätte auf einem kleinen Hügel westlich des heutigen Olkusz. Einen etwa 80 m breiten ovalen Innenraum umgeben ein Graben und zwei Erdringwälle. Interessant sind das Gelände, die Kirchenruinen und die frühe Bergbaugeschichte von Olkusz.
Die Anlage war eine befestigte Siedlung und wurde wahrscheinlich bei polnisch-tschechischen Kämpfen an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert zerstört. In einer Brandschicht fand man Pfeilspitzen, Sporen, Keramik sowie Gegenstände aus Silber und Blei. Die Funde weisen auf Erzverarbeitung und -gewinnung hin.
Nach der Zerstörung entstand im 14. Jahrhundert eine gotische Kirche Johannes des Täufers. Im 16. Jahrhundert wurde sie zu einer Kapelle verkleinert, die bis ins 18. Jahrhundert bestand; erhalten sind heute Mauern, Krypten und ein Denkmal mit Kreuz von 1937. In den 1960er Jahren half die Gesellschaft der Freunde des Olkuszer Landes, Burgwall und Kirchenruinen vor der Verschüttung durch Bergbauabraum zu retten.
Die Stätte liegt westlich von Olkusz nahe der Landesstraße 94. Es ist ein offenes Gelände ohne Kasse oder ständigen Service; vor dem Besuch Karte und sicheren Parkplatz prüfen. Wälle und Graben sind uneben und nach Regen rutschig. Festes Schuhwerk tragen und die brüchigen Mauern nicht besteigen. Für den Rundgang 20–30 Minuten einplanen. In der Nähe lohnen Burg Rabsztyn, Błędów-Wüste und Olkusz.
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