Märkte & Altstädte
Bielsko-Biała, Schlesien
Der Marktplatz von Bielsko-Biała (deutsch historisch Bielitz-Biala) ist das Herz der Altstadt von Bielitz: ein leicht nach Osten abfallender Platz von 80 × 60 m auf dem Stadthügel, auf dem die Stadt im frühen 14. Jahrhundert gegründet wurde. Restaurierte Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Cafés, ein Neptunbrunnen und freigelegte Mauerreste machen ihn zur ersten Adresse unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt, die gern „Klein-Wien“ genannt wird.
Bielsko-Biała liegt in Südpolen am Fuß der Schlesischen Beskiden, etwa 60 km südlich von Kattowitz (Katowice) und rund 90 km Straße südwestlich von Krakau (Kraków). Beide Städte haben Flughäfen mit Verbindungen nach Deutschland und Österreich. Mit dem Auto aus Richtung Dresden/Görlitz führt der Weg über Breslau (Wrocław) und Kattowitz; aus Österreich bietet sich die Route über Tschechien an. Vom Hauptbahnhof Bielsko-Biała Główna erreichst du den Markt zu Fuß in etwa einer Viertelstunde. Das Auto stellst du am besten im Zentrum ab — die Altstadtgassen sind eng und steil.
Bielitz wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts nach deutschem Recht gegründet, die erste Erwähnung stammt von 1312. Jahrhundertelang war die Stadt ein überwiegend deutschsprachiges Zentrum der Textilindustrie an der Grenze zwischen Schlesien und Kleinpolen; erst 1951 wurde sie mit dem benachbarten Biała zu Bielsko-Biała vereinigt. Der Grundriss — aus jeder Ecke gehen zwei Straßen ab — ist seit dem Mittelalter unverändert, das heutige Bild prägte jedoch der Wiederaufbau nach den Großbränden von 1808 und 1836.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Platz ein Marktplatz, danach eine Grünanlage. Jahrzehntelange Vernachlässigung gipfelte im Dezember 1998 im Einsturz des Hauses Nr. 4–5. Anfang der 2000er-Jahre begann die umfassende Sanierung der Altstadt.
Bei der Neugestaltung 2005–2006 entstanden bzw. wurden freigelegt:
Von den 30 Bürgerhäusern fällt das Jugendstilhaus Nr. 11–12 von 1912 besonders auf. Im Haus Nr. 24, einst Post, gibt es seit den 1970er-Jahren die Milchbar „Pierożek“ — ein günstiger Ort für Piroggen.
Ja — vor allem in Kombination mit einem Ausflug in die Beskiden. Für den Platz allein reicht eine Viertelstunde, für die gesamte Altstadt mit Sułkowski-Schloss und Nikolauskathedrale solltest du 1–2 Stunden einplanen. Der Markt ist rund um die Uhr und ganzjährig frei zugänglich, Eintritt wird nicht erhoben. Am schönsten ist es an Sommerabenden, wenn Brunnen und Modell beleuchtet sind. Vom 6. bis 8. November 2026 findet hier der Martinsmarkt statt. Bezahlt wird in Złoty (PLN). Das Pflaster ist uneben und abschüssig — mit Kinderwagen oder Rollstuhl geht es, aber holprig.
Die Touristeninformation liegt am pl. Ratuszowy 4. Wenige Gehminuten entfernt findest du das Sułkowski-Schloss mit Museum, die Fußgängerzone 11 Listopada mit Figuren aus Zeichentrickfilmen des örtlichen Studios (darunter Bolek und Lolek) und das Weberhaus (Dom Tkacza) in der ul. Sobieskiego 51. Am Stadtrand startet die Seilbahn auf den Szyndzielnia.
Eintritt frei
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Geprüft: Oktober 2026