Nationalparks
Zwierzyniec, Lublin
Der Roztocze-Nationalpark (Roztoczański Park Narodowy) ist der waldreichste Nationalpark Polens: 95,5 % seiner Fläche sind bewaldet. Er liegt im Südosten des Landes in der Woiwodschaft Lublin, direkt am Städtchen Zwierzyniec und rund 30 km von Zamość, dessen Renaissance-Altstadt zum UNESCO-Welterbe gehört. Hier erwarten dich Tannen-Buchen-Wälder, die Echo-Teiche mit frei lebenden Konik-Pferden, ein bequemer Waldradweg und ein multimediales Naturmuseum – ideal für ein verlängertes Wochenende.
Gegründet wurde der Park am 10. Mai 1974; er umfasst 8.483 Hektar sanfter Hügel bis etwa 350 m Höhe. Rund 1.029 ha stehen in fünf Zonen unter strengem Schutz, darunter die Bukowa Góra („Buchenberg“). Durch den Park fließt der Wieprz.
Fast ein Drittel bedeckt Tannen-Mischwald des Hügellands, zusammen mit fruchtbaren Buchenwäldern sind es etwa 45 %. Nachgewiesen wurden rund 750 Gefäßpflanzenarten, über 2.000 Käferarten und etwa 190 Vogelarten, von denen rund 130 regelmäßig brüten. Der Park gehört zum grenzüberschreitenden polnisch-ukrainischen Biosphärenreservat „Roztocze“ im UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ – ein Naturprädikat, kein Welterbetitel.
1589 ließ Kanzler Jan Zamoyski hier einen rund 30 km lang eingezäunten Tiergarten („zwierzyniec“) anlegen, in dem Hirsche, Luchse, Wölfe und Tarpane lebten – daher der Ortsname. Mitte der 1930er-Jahre entstand das erste Reservat auf der Bukowa Góra, 1974 der Nationalpark. Die Verwaltung sitzt im ehemaligen Palast des Bevollmächtigten (Pałac Plenipotenta) in Zwierzyniec.
Auch ein dunkles Kapitel gehört zur Region: Während der deutschen Besatzung wurde die Gegend um Zamość zum Schauplatz von Vertreibungen und Vergeltungsaktionen. Am Ende des Lehrpfads auf die Bukowa Góra erinnert in Sochy ein Friedhof an die Opfer der deutschen Strafaktion gegen das Dorf vom 1. Juni 1943.
Auf den Wegen zu den Echo-Teichen und zur Bukowa Góra sind Hunde nicht erlaubt.
Für Familien eignet sich vor allem die Kombination aus Museum und Echo-Teichen: Die Wege sind kurz, die Plattform und die Stege an den Teichen sind rollstuhlgerecht, und die Koniks lassen sich oft aus der Nähe beobachten. Der Pfad auf die Bukowa Góra ist wegen der steilen Treppen und möglicher herabfallender Äste bei Sturm nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen.
Der Aussichtsturm auf der Biała Góra ist wegen Renovierung bis auf Weiteres gesperrt.
Zwierzyniec hat einen Bahnhof in Gehweite zur Parkverwaltung. Mit dem Auto führt der Weg über Lublin und Zamość; aus Deutschland ist die Anreise lang (von Berlin rund 800 km), lässt sich aber gut mit Lublin oder Zamość verbinden.
Ende Oktober/Anfang November werden die Echo-Teiche abgelassen und erst im Frühjahr wieder gefüllt – im Winter siehst du Wiesen statt Wasser. Das Museum öffnet im Winter 2026/27 nur werktags, die Wege zu den Teichen stehen bei Schnee auch Langläufern offen. In der Nähe lohnen die barocke Kirche auf einer Insel in Zwierzyniec, Szczebrzeszyn und Zamość.
Teren parku dostępny cały rok; Ośrodek Edukacyjno-Muzealny: 1 IV–31 X wt.–niedz. 9:00–17:00, 1 XI–31 III pn.–pt. 9:00–15:00 (ostatnie wejście godzinę przed zamknięciem; zamknięty w święta).
Wstęp na ścieżkę na Bukową Górę i trasę rowerową do Florianki 8 zł, ulgowy 4 zł; pozostałe ścieżki bezpłatne; OEM 20 zł / 10 zł; Izba Leśna 6 zł / 3 zł (stan X 2026).
Pałac Plenipotenta, ul. Plażowa 2, 22-470 Zwierzyniec (siedziba dyrekcji)
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Geprüft: Oktober 2026