Natur
Am Ufer der Putziger Bucht, zwischen Rewa und Rzucewo, erstrecken sich die Salzwiesen des Naturschutzgebiets Beka — einer der letzten Lebensräume dieser Art an der polnischen Küste. Das Reservat wurde 1988 zum Schutz der „słonawy" angelegt, von Meerwasser gespeister Wiesen an der Mündung der Reda in die Ostsee. Den Namen hat es vom Dorf Beka, das einst vom Meer verschlungen wurde.
Auf den Salzwiesen wachsen spezialisierte Halophyten: Gerards Binse, Strand-Milchkraut, Strand-Salzbinse, Strand-Wegerich und Strand-Aster. Der nördliche, von Süßwasser gespeiste Teil verbirgt Orchideen, den Sumpf-Löwenzahn und das fleischfressende Gemeine Fettkraut. Das Reservat ist zugleich ein Vogelrefugium — hier brüten Rohrdommel, Graugans, Brandgans, Zwergsäger, drei Wiesenweihen-Arten, Kranich und Austernfischer. Bis vor Kurzem brütete eine der größten Populationen des Alpenstrandläufers in Polen genau hier; nach dem Ende der Beweidung und der Ausbreitung des Schilfs ist sie fast verschwunden.
Auf einem eingezäunten Teil der Wiesen weidet eine Herde Polnischer Koniks — mausgraue Nachfahren der wilden Tarpans mit einem schwarzen Aalstrich entlang des Rückens. Für viele Besucher sind sie das Highlight des Ausflugs.
Der Eintritt ist frei, das Gelände ist rund um die Uhr zugänglich — Hunde sind auch an der Leine verboten, Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet. Steigen Sie auf den kostenlosen Aussichtsturm; am schönsten ist der Blick im Frühjahr, wenn das Wasser die Wiesen überflutet. Der Lehrpfad bildet eine 3,5 km lange Runde — wild, stellenweise schmal und matschig. Das Auto parkt an der Straße Morska von Osłonino aus, einen eigenen Parkplatz gibt es nicht.
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