Museen
Auf der Halbinsel von Rzucewo, zwischen die Wasser der Putziger Bucht gedrängt, existierte vor mehr als 5000 Jahren eine Siedlung von Robbenjägern — eine der bedeutendsten archäologischen Fundstellen der südlichen Ostsee. Heute befindet sich hier ein Kulturpark: Rekonstruktionen vorgeschichtlicher Bauten stehen genau dort, wo man ihre Originale entdeckte.
Die Siedlung wurde 1894 entdeckt und ist seit über hundert Jahren ein fester Punkt der Forschung über die ersten Fischer und Jäger der Ostsee. Sie bestand vom 5. bis zum 2. Jahrtausend v. Chr., in der Steinzeit. Aufgrund der Funde von Rzucewo wurde 1930 eine eigene Kultureinheit unterschieden — die Rzucewo-Kultur.
Zwischen September 2012 und Juni 2013 entstand hier ein Freilichtmuseum: ein Pfostenhaus, eine Grubenwohnung, ein Töpferofen, ein Grabhügel und die Hütte eines Schamanen, jeweils mit einer Tafel versehen und am Ort des Originals errichtet. Eine ständige archäologische Ausstellung zeigt die historische Kaschubische Kate aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, über ihr liegt eine Aussichtsplattform mit Panorama der Bucht. Zu den Bauten führt ein mehrhundertmeter langer Waldpfad.
Die Siedlung liegt etwa 1 km nördlich des Ortszentrums von Rzucewo, im Gebiet des Küstenlandschaftsparks. Auf dem Rückweg lohnen sich das neugotische Palais von 1840 und die Sobieski-Allee aus dem 17. Jahrhundert, die nach Osłonino führt.
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