Küste
Der Wrackfriedhof in Rewa ist eine informelle Bezeichnung für Unterwasserfundstellen in der Putziger Bucht, die vor allem für Taucher interessant sind. In der Umgebung von Rewa wurden drei Einheiten registriert; es handelt sich jedoch nicht um eine ausgeschilderte Attraktion mit Kasse, Steg oder festem Rundgang. Das bekannteste ist die „Helena“ bei Osłonino.
Das Virtuelle Wrackmuseum des Nationalen Maritimen Museums führt es als F32.6 „Helena“: die Überreste einer Rewaer Schute oder eines Segelfahrzeugs aus dem 19. Jahrhundert. Das Schiff wurde 1872 gebaut und fuhr in der Danziger und Putziger Bucht, zum Transport von Sand, Kies, Steinen und Torf. Es sank im März 1945 infolge von Kriegshandlungen der sowjetischen Armee. Entdeckt wurde das Wrack 1969.
Die Fundstelle liegt in etwa 2 Metern Tiefe. Erhalten sind Teile eines hölzernen Eichenrumpfs von ungefähr 13,5 × 4,5 Metern sowie Ausrüstungsspuren, darunter ein Verbrennungsmotor mit Schwungrad. Geringe Tiefe bedeutet nicht automatisch Sicherheit: Die Sicht in der Bucht ändert sich schnell, und in der Nähe können Boote fahren. Hier beobachtet man die Überreste eines geschützten historischen Fahrzeugs; Gegenstände dürfen nicht entnommen werden.
Die „Helena“ liegt bei Osłonino, nicht am Landzentrum von Rewa. Zugang mit Instruktor oder Tauchverein planen. Wetter, Sicht, Schiffsverkehr und Vorschriften prüfen. Nur mit Qualifikation tauchen; das Wrack nicht berühren, bewegen oder betreten. Die NMM-Website bietet Beschreibung und 3D-Modell.
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