Denkmäler
Das Rathaus in Stargard ist eines der ältesten Denkmäler der Stadt — seine Geschichte reicht bis zum mittelalterlichen Kaufhaus von 1250–1280 zurück. Heute erfüllt der gotische Bau mit Staffelgiebeln wieder repräsentative Funktionen, und an seiner Spitze arbeitet eine Uhr, die mit dem Atomzeitnormal in Frankfurt am Main synchronisiert ist.
Der erste Bau war eine eingeschossige gemauerte Kaufmannshalle, in der mit der Zeit die Schöffensitzungen stattfanden. Ende des 14. Jahrhunderts wurde das Haus zum Sitz der Stadtbehörden umgebaut: Im Erdgeschoss blieben Markthalle und Karzer, im Obergeschoss fanden das Bürgermeisterbüro, die Kanzlei, der Ratssaal, der Gerichtssaal und die Schatzkammer Platz, und die Keller dienten zugereisten Kaufleuten als Lager.
Der große Brand von 1540 zerstörte über hundert Gebäude, darunter das Rathaus; es wurde 29 Jahre später wiederaufgebaut, mit reichem Maßwerk-Schmuck der Giebel. Ein weiterer Brand brachten die Schwedischen Kriege des 17. Jahrhunderts — damals verbrannte das unschätzbare Stadtarchiv. Den letzten Schlag versetzte dem Bau der Zweite Weltkrieg: 1945 brannte das Gebäude ab, der Wiederaufbau dauerte von 1948 bis 1961 — nach Zeichnungen und Fotos wurde das Aussehen des späten 19. Jahrhunderts wiederhergestellt.
Im Juni 2000 wurde an den Frontgiebel eine 60 Kilogramm schwere Uhr montiert, die volle und halbe Stunden schlägt und mit dem Atomzeitnormal synchronisiert ist. Täglich um 12:00 erklingt vom Rathaus der Hejnał von Waldemar Cieślak. Im Gebäude tagt der Stadtrat, im Trausaal finden Hochzeiten statt, und die Gesellschaft der Freunde von Stargard hat hier ebenfalls ihren Sitz.
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