Paläste
Inmitten eines über 15 Hektar großen Parks, unweit von Dobiegniew und des Drawa-Nationalparks, steht die neugotische Residenz der Familie von Waldow, die nach Jahrzehnten als Staatsgut und sechs Jahren Verwahrlosung zu einem der bekannteren Erholungsorte der Woiwodschaft Lebus wurde.
Das Gut kaufte 1715 die Familie von Sydow — die von ihr gestiftete gemauerte Kirche steht bis heute — später ging es an die Waldows über. Die heutige Residenz errichtete 1861–1863 Robert Friedrich von Waldow; über dem Frontrisalit, zwischen den Fenstern des zweiten Stockes, prangt eine Kartusche mit dem Familienwappen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Brennerei und Wirtschaftsgebäude hinzu, die den Krieg fast unberührt überstanden.
Nach dem Krieg übernahm der Schatzstaat das Schloss: bis 1952 führten Nonnen hier ein Kinderheim, danach folgten ein staatliches Kinderheim und ein Staatsgut. 1992 wurde das Gebäude verlassen und verfiel rund 6 Jahre lang. Die Rettung war der Kauf durch die Firma NOVOL am 9. Juli 1998; nach der Revitalisierung 1999–2001 wurde das Schloss am 13. September 2002 feierlich eröffnet.
Heute ist es ein Wellness- und Weinresorthotel mit 85 Zimmern im Schloss und den sanierten Wirtschaftsgebäuden, das drittgrößte Weingut Polens mit Weinkeller und Gestüt. Im Park warten Parterre mit Fontäne, Terrassen zum Tal der Mierzęcka-Struga, ein japanischer Garten mit roter Laube, Brücke und Torii-Tor sowie der Familienfriedhof der Waldows und monumentale Buchen, Eichen und Platanen. In der alten Brennerei arbeitet das Slow-Food-Restaurant Destylarnia, im Schlosskeller liegt die Schlossrestaurant; bis zum Drawa-Nationalpark sind es kaum 14 Kilometer.
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