Nationalparks
gmina Słońsk, Lebus
Der Nationalpark Warthemündung (Park Narodowy „Ujście Warty“) schützt die Auen, in denen die Warthe in die Oder mündet – direkt an der deutschen Grenze bei Küstrin (Kostrzyn nad Odrą). Er ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete Polens: Im Frühjahr verwandeln sich die Wiesen in einen flachen See, im Herbst rasten hier Zehntausende Gänse. Flaches Gelände, weite Horizonte und freier Eintritt machen ihn zum idealen Ziel für eine Radtour mit Fernglas – nur rund anderthalb Stunden von Berlin.
Der Park liegt in der Woiwodschaft Lebus zwischen Küstrin, Sonnenburg (Słońsk) und Vietz (Witnica) entlang der Landesstraße 22. Küstrin erreichst du von Berlin direkt mit der Regionalbahn über die Ostbahn, mit dem Auto in etwa 1,5 Stunden. Von Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski) sind es rund 40 Minuten. Die Parkverwaltung sitzt in Chyrzyno bei Küstrin, das Besucherzentrum Ornitovo in Słońsk.
Die Landschaft ist zu einem großen Teil menschengemacht. Ab dem 18. Jahrhundert wurde das Warthebruch unter preußischer Herrschaft entwässert, eingedeicht und mit Kolonistendörfern besiedelt. Sonnenburg war jahrhundertelang Sitz des Johanniterordens – die Ruine der Ordensburg steht bis heute. Nach 1945 kam das Gebiet zu Polen.
Der Nationalpark wurde am 1. Juli 2001 aus dem Reservat Słońsk und Teilen eines Landschaftsparks gebildet und umfasst 8.074 Hektar. Er gliedert sich in den eingedeichten Nordpolder mit dem Altarm Stara Warta und den regelmäßig überfluteten Südpolder, wo sich die meisten Vögel sammeln.
245 Vogelarten wurden hier nachgewiesen, 174 davon brüten, 26 gelten weltweit als bedroht. Der Park ist Polens größtes Überwinterungsgebiet des Singschwans, im Winter halten sich etwa 30 Seeadler auf. Seit April 2020 ist die Tundrasaatgans Wappentier des Parks – sie stellt rund 90 % der rastenden Gänseschwärme. Zu den Brutvögeln gehören Seggenrohrsänger, Wachtelkönig, Uferschnepfe, Rohrdommel und Trauerseeschwalbe.
Für einen Lehrpfad plus Ornitovo reicht ein halber Tag, für die Radrunde ein ganzer. Fernglas und wasserfeste Schuhe nicht vergessen.
Am meisten Freude haben Vogelbeobachter und Radfahrer: Die Wege sind flach, die Entfernungen zwischen den Aussichtspunkten aber groß, daher ist das Fahrrad die beste Wahl. Mit Kindern startest du am besten im Ornitovo, dessen interaktive Ausstellung gut auf die Beobachtung draußen einstimmt, und gehst danach den kurzen Bohlenweg „Mokradła“. Das Gelände ist offen und fast ohne Schatten – im Sommer Kopfbedeckung und Wasser, zu jeder Jahreszeit Mückenschutz und Ersatzsocken einpacken. Ein Spektiv oder ein gutes Fernglas lohnt sich besonders bei den Gänseschwärmen.
Am schönsten sind der Herbst (Gänsezug im Oktober und November) und der Spätwinter bis Frühling, wenn das Hochwasser Tausende Vögel anlockt. Im Winter dominieren Singschwäne und Seeadler. Bei Hochwasser sind Wege im Südpolder unpassierbar, das Befahren überfluteter Straßen ist verboten. Der Kamieńska-Deich südlich des Turms ist für Autos schwer befahrbar, Teile der „Gelben Straße“ sind in schlechtem Zustand. Prüfe vorab Hinweise und Wasserstand auf der Parkseite.
Stand: Oktober 2026:
Für Vogelfreunde auf jeden Fall – das herbstliche Gänsespektakel ist von Berlin aus bequem als Tagesausflug machbar. Verbinde ihn mit den Ruinen der Festung Küstrin in der Altstadt und der Johanniterburg in Sonnenburg.
Park dostępny cały rok od świtu do zmierzchu; Ornitovo: do 30.10 wt–pt 9:00–16:00, sb–nd 9:00–17:00; od 1.11 wt–sb 9:00–15:00 (kasa do godziny przed zamknięciem).
Wstęp do parku bezpłatny; Ornitovo 25 zł, ulgowy 15 zł, KDR 50% taniej, dzieci do 4 lat bezpłatnie, audioprzewodnik 5 zł.
Chyrzyno 1, 69-113 Górzyca (dyrekcja PNUW); Ornitovo: ul. 3 Lutego 90, 66-436 Słońsk
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Geprüft: Oktober 2026