Nationalparks
Dort, wo die Warta in die Oder mündet, breitet sich der Park über 8074 Hektar Wiesen und Sümpfe aus — eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete Polens. Der Nationalpark „Warthemündung“ entstand am 1. Juli 2001 aus dem Reservat Słońsk und einem Teil des Landschaftsparks. Bislang wurden 245 Vogelarten nachgewiesen, 174 davon brüten hier; 26 Arten gelten weltweit als gefährdet.
Im Frühjahr verwandelt die Schneeschmelze die Wiesen in ein flaches Wassermeer, im Herbst treffen Tausende Gänse ein. Die größten Schwärme bildet die Tundrasaatgans — seit April 2020 offizielles Symbol des Parks: Ornithologen haben sie als eigene Art von der Saatgans abgespalten, und sie stellt rund 90 % der einfliegenden Schwärme. Dazu kommt Polens größtes Überwinterungsgebiet des Singschwans, und etwa 30 Seeadler verbringen hier den Winter, angelockt von Scharen überwinternder Enten. Zu den gefährdeten Brutvögeln zählen Seggenrohrsänger, Wachtelkönig, Uferschnepfe, Rohrdommel und Trauerseeschwalbe.
Das Gelände ist flach wie eine Pfanne: leichte, weite Blicke und das Fahrrad in der Hauptrolle. Der Park ist auf markierten Wander- und Radwegen sowie Naturlehrpfaden zugänglich. Die besten Beobachtungspunkte sind die Türme in Słońsk und die Aussichtsstellen an der Landesstraße 22 bei Kostrzyn; die Parkverwaltung sitzt in Chyrzyno. Ein Fernglas ist Pflicht, und Ihre Schuhe sollten den Schlamm nach der Schneeschmelze überstehen.
Die zwei besten Zeitfenster sind die Frühlingsüberschwemmungen und der Herbstzug der Gänse — im Winter geben Singschwäne und Seeadler ihre eigene Vorstellung. Prüfen Sie vor der Fahrt den Wasserstand: Er entscheidet, ob die Wiesen die Schwärme spiegeln oder unter einer grünen Decke verbergen.
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