Denkmäler & Hügel
Über dem steinernen Amphitheater, an einem Kalksteinhang gegenüber dem Sanktuarium der heiligen Anna, steht das Denkmal des Aufstandswerks — ein Werk von Xawery Dunikowski, das am 19. Juni 1955 vor Menschenmengen, die die Wände des Amphitheaters füllten, enthüllt wurde. Es ist der Hauptort der Gedenkfeiern für die Gefallenen der schlesischen Aufstände und eines der bekanntesten Denkmäler Schlesiens.
Vor dem Ersten Weltkrieg befand sich hier ein Kalksteinbruch, der mit einer pferdebetriebenen Schmalspurbahn — der „Rosbanka“ — mit Zdzieszowice verbunden war; daneben standen Kalköfen, von denen einer bis heute erhalten ist. Während des Dritten Schlesischen Aufstands fand hier eine blutige Schlacht statt — die Deutschen hielten den Annaberg. 1934 begannen die deutschen Behörden, den Steinbruch zu einem Amphitheater zu Ehren ihrer Gefallenen von 1921 umzubauen: 7.000 Sitzplätze und Stehplätze für 20.000. Oberhalb des Amphitheaters entstand 1938 ein Mausoleum — eine monumentale, niedrige Rotunde mit schmalen Fenstern nach dem Vorbild mittelalterlicher Schießscharten. Nach dem Eintreffen der Roten Armee wurde das Mausoleum 1945 samt den Sarkophagen im Inneren gesprengt.
Genau hier ehrten die Polen die polnischen Aufständischen — daher die Idee für das Denkmal. Seit der Enthüllung 1955 sind Amphitheater und Denkmal die Hauptbühne der Jahrestagsfeiern.
Das Gelände ist das ganze Jahr über rund um die Uhr zugänglich, der Eintritt ist frei — ebenso wie der Parkplatz in der Nähe. Adresse: Ulica Dunikowskiego auf dem Sankt Annaberg.
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