Festungen
Strzelce Opolskie, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, wurde von einer rund 1 Kilometer langen Mauer umgeben. Die Stadt lag an der Handelsstraße Breslau–Oppeln–Krakau, deren Verlauf die Linie der Befestigung bestimmte: Nur 250 Meter lagen zwischen dem Oppelner Tor im Westen und dem Krakauer Tor im Osten.
Die Tore hatten die Form eines Halses, der über den Stadtgraben gelegt war, und im Süden übernahm die herzogliche Burg die Rolle einer Festung, hinter der sich Sümpfe erstreckten — deshalb verzichtete man auf Süd- und Westseite auf einen Graben. Ein tiefer Graben sicherte Nord und Ost. Die Mauern liefen vom Krakauer Tor zum Turm des 15. Jahrhunderts an der Pfarrkirche, weiter über den Pfarrgarten zum Oppelner Tor und entlang der Kirche Corpus Christi bis zur Burg.
Ein Relikt des Mittelalters ist der gotische Turm, der im 17. Jahrhundert zum Glockenturm umgebaut wurde und heute saniert und gepflegt ist. Er besteht aus Kalkstein, im Giebel aus Backstein; unten ist er rechteckig, die oberen Geschosse sind achteckig. Bohlentüren sichern die Eingänge, und mit etwas Glück kann man hineinschauen.
Mauerfragmente haben sich gegenüber der evangelischen Kirche Corpus Christi an der ulica Opolska erhalten, ziehen sich Richtung Burg und entlang der ulica Kościuszki um die Kirche des heiligen Laurentius; Abschnitte an der Burg sind teilweise rekonstruiert. In den Jahren 1816–1825 durchbrach der Ausbau der Straße Oppeln–Strzelce–Beuthen den Ring endgültig. Die Mauern sind jederzeit von außen frei zugänglich.
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