Nationalparks
Der Nationalpark Polesie ist die stillste Ecke der Region Lublin — eine Landschaft aus Seen, Mooren und Sümpfen auf der Łęczna-Włodawa-Ebene, genannt „kleines Polesien”. Der Park wurde 1990 auf knapp 98 km² eingerichtet und gehört seit 2012 zum grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservat „Westpolesien”, das gemeinsam mit Belarus und der Ukraine getragen wird; zudem ist er Ramsar-Gebiet. Auf den Hochmooren wachsen Birkenbruchwälder und Heidelbeerheiden — eine Art Ersatztundra, die am weitesten nach Südwesten in Europa hineinreicht.
Symbol des Parks ist der Kranich, und zu Recht: Rund 200 Vogelarten leben hier, davon etwa 150 als Brutvögel. Das Parkgebiet weist die höchste Rohrdommler-Dichte Polens auf; Silber- und Rallenreiher brüten hier ebenso wie Seeadler, Uhu und Seggenrohrsänger — die drittgrößte Population Polens. Die Seen Długie, Karaśne, Łukie und Moszne sowie das Reservat Durne Bagno beherrschen die Landschaft; Wanderwege wie „Spławy” und „Mietiułka” erleichtern die Erkundung, und das Museum in Stary Załucz sowie das Zentrum zum Schutz der Sumpfschildkröte in Urszulin runden das Wissen ab.
Dies ist ein Ort für alle, die Stille schätzen: Die Wege sind selten voll, und in der Dämmerung hört man vor allem Frösche quaken und Eulen rufen. Die beste Zeit ist das Frühjahr — die Balz der Kraniche — sowie September und Oktober, wenn durchziehende Kranichscharen den Park füllen. Im Sommer gehört Mückenschutz zur Grundausstattung; die Pfade sind gut begehbar, nach Regen aber gern feucht. Die Anreise führt über Urszulin oder Włodawa; für eine geruhsame Erkundung sollten Sie einen halben Tag oder mehr einplanen.
cały rok
Ścieżki dostępne przez cały rok; godziny ośrodków dydaktycznych i muzeum sprawdź na stronie parku.
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