Paläste
Das repräsentativste Gebäude von Lubartów ist der barocke Sanguszko-Palast in der Słowacki-Straße, der zusammen mit Orangerie, Tor, Brücke und Park in das Denkmalregister eingetragen ist. Heute beherbergt er das Landratsamt; die Innenräume können zu den Öffnungszeiten des Amtes besichtigt werden.
Die Geschichte der Residenz beginnt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als Piotr Firlej die Stadt Lewartów gründete und den ersten Palast erbaute. Sein Erbe Mikołaj II Firlej vergrößerte den Sitz und legte 1553 einen weitläufigen geometrischen Garten an. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fiel der Besitz an Józef Karol Lubomirski, Großmarschall der Krone, der den Ausbau bei Tylman van Gameren, einem der führenden Barockarchitekten, in Auftrag gab.
Der im Nordischen Krieg zerstörte Palast wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Paweł Sanguszko, Großmarschall von Litauen, nach einem Entwurf von Paweł Antoni Fontana wieder aufgebaut. Derselbe Architekt stand hinter der Annenkirche und dem Kapuzinerkloster, die mit dem Palast die städtebauliche Achse der Stadt bilden. Die Orangerie wurde 1780 umgebaut.
Im 20. Jahrhundert brannte der Palast ab, wurde aber wiederaufgebaut. Seit 1935 dient der umgebende Park als städtischer Park mit einem Brunnen — täglich geöffnet, ist er eine selbstverständliche Station eines Spaziergangs durch Lubartów, neben der Annenkirche und dem Markt.
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