Museen
Nicht weit vom Kurpark in Nałęczow steht ein Holzhaus im Zakopane-Stil: einräumig, auf hohem steinernen Sockel, in Blockbauweise, mit einem auf Säulen gestützten Vorbau und einem mit Schindeln gedeckten Dach. Entworfen hat es 1905 Jan Koszczyc-Witkiewicz, erbaut wurde es mit dem Honorar, das Stefan Żeromski für den Roman „Popioły” erhielt. Das Atelier diente dem Schriftsteller als Sommerresidenz — hier vollendete er „Dzieje grzechu” und schrieb „Duma o hetmanie”, „Słowo o bandosie” sowie „Róża”.
Das Museum wurde am 17. Juni 1928 auf Betreiben der Witwe des Schriftstellers, Oktawia geb. Radziwiłłowicz Żeromska, eröffnet. Heute ist die dem Leben und Werk des Autors gewidmete Einrichtung eine Filiale des Literaturmuseums in Nałęczow und eine Abteilung des Nationalmuseums in Lublin. Die Innenräume bewahren den Grundriss des früheren Ateliers, und die gesammelten Erinnerungsstücke zeigen sowohl die Arbeit des Schriftstellers als auch die Geschichte der Familie.
Hinter dem Haus liegt im Garten das Mausoleum von Adam Żeromski, dem Sohn von Oktawia und Stefan. Das Museum liegt fußläufig vom Kurzentrum von Nałęczow entfernt, sodass sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch den Park und dem nahe gelegenen Bolesław-Prus-Museum verbinden lässt.
Die Einrichtung ist ganzjährig von Mittwoch bis Sonntag zwischen 9:00 und 17:00 geöffnet. Das normale Ticket kostet 6 PLN, das ermäßigte 5 PLN, eine Führung kostet zusätzliche 35 PLN zum Ticketpreis.
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