Festungen
Kazimierz Dolny, Lublin
Der Wehrturm von Kazimierz Dolny ist ein runder Steinturm auf dem Kamm des Burgbergs – das älteste Befestigungsbauwerk des Städtchens und einer der schönsten Aussichtspunkte an der Weichsel. Er entstand um 1300, noch bevor König Kasimir der Große unterhalb die Burg errichten ließ. Heute gehört er zum Burgkomplex und ist für Besucher geöffnet: Oben erwartet dich ein weiter Blick über Dächer, Pfarrkirche und Flusstal.
Kazimierz Dolny liegt im Osten Polens an der Weichsel, rund 45 km westlich von Lublin und etwa 150 km südöstlich von Warschau. Aus Deutschland reist man meist über Warschau oder Lublin an. Vom Marktplatz gehst du 10–15 Minuten bergauf zum Turm; das Auto bleibt am besten auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze im Ort.
Der auch „Łokietek-Turm“ genannte Bau stammt von der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert. Er bewachte einen Weichselübergang, an dem ein alter Handelsweg den Fluss erreichte. Über seine Funktion wird seit Langem diskutiert – Gefängnis, Schatzkammer, Zollstelle oder Leuchtfeuer. Am wahrscheinlichsten ist, dass er den Übergang sicherte und Zoll von Kaufleuten erhob. Nach dem Bau der Burg wurde das Kegeldach entfernt; ein Feuer auf der Spitze könnte den Flößern als Orientierung gedient haben.
Der Turm ist etwa 20 m hoch, sein Umfang an der Basis beträgt 32,5 m. Die Mauern sind unten rund 4,2 m und oben etwa 3 m dick. Der einzige ursprüngliche Eingang liegt rund 6 m über dem Boden. Im untersten Geschoss befand sich ein Verlies. Bis zur Ruine der unteren Burg sind es etwa 180 m.
Das Ticket gilt für den gesamten Burgkomplex, es lohnt sich also, beides zu sehen. Die untere Burg ließ laut dem Chronisten Jan Długosz König Kasimir der Große in den 1340er-Jahren errichten. Ab 1509 gehörte sie der Familie Firlej, die sie im Renaissancestil umbaute. 1655–1657 verwüsteten schwedische und siebenbürgische Truppen die Anlage, nach einem Brand 1663 verfiel sie. Nach archäologischen Grabungen 1958–1960 wurden die Mauern als Ruine gesichert. Der Weg zwischen Burg und Turm führt über einen bewaldeten Hang mit immer neuen Ausblicken auf das Städtchen.
Von der Plattform siehst du die Burgruine, die Pfarrkirche, die Dächer rund um den Marktplatz, die Sandbänke der Weichsel und bei klarer Sicht die Burgruine Janowiec am anderen Ufer. Das schönste Licht herrscht am späten Nachmittag.
Burgruine und Turm betreibt das Kulturzentrum KOKPiT. Stand: Oktober 2026, laut Website:
Kontakt: ul. Zamkowa 3, Tel. +48 81 888 07 72. Der Aufstieg erfolgt über Treppen und ist nicht barrierefrei. Für Burg und Turm zusammen solltest du etwa eine Stunde einplanen.
Ja – für wenig Geld bekommst du das beste Panorama der Stadt. Kombiniere den Turm mit dem Drei-Kreuze-Berg, dem Marktplatz und einem Spaziergang an der Weichsel.
Codziennie 9:00–17:00; ostatnie wejście na zamek 16:30, na basztę 16:45; przy niebezpiecznej pogodzie obiekt może być zamknięty.
Jeden bilet obejmuje cały Zespół Zamkowy (zamek i basztę): 15 zł normalny, 10 zł ulgowy.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026