Küste
Swinemünde, Westpommern
Der Strand von Swinemünde (Świnoujście) ist einer der Hauptgründe für einen Ausflug in die polnische Hafenstadt auf Usedom. Der helle Sandstrand reicht von der Westmole mit dem Mühlenbake genannten Seezeichen bis zur deutschen Grenze bei Ahlbeck und ist an der breitesten Stelle rund 200 m breit – deshalb gilt er als breitester Strand Polens. Im Sommer ist er klassischer Badestrand, im Herbst und Winter ein herrlich leerer Ort für lange Spaziergänge.
Swinemünde wächst buchstäblich ins Meer hinein. Die Küstenströmung verfrachtet Sand entlang der Usedomer Küste, und die langen Molen an der Swinemündung halten ihn auf der Westseite fest. In den vergangenen rund 200 Jahren hat sich die Küstenlinie um etwa 1,5 km seewärts verschoben. Das spürst du sofort: Von den Dünen bis zum Wasser läufst du mehrere Minuten, und selbst im Hochsommer findest du abseits der Hauptzugänge freie Flächen.
Der Strand fällt flach ins Wasser ab, was Familien mit kleinen Kindern schätzen. Bei starkem Wind können in der Pommerschen Bucht allerdings gefährliche Rückströmungen entstehen – achte auf die Flaggen an den Rettungstürmen.
Ein Blick zurück: Swinemünde wurde 1765 von Friedrich dem Großen zur Stadt erhoben und 1824 zum Seebad erklärt. Bei Luftangriffen im Frühjahr 1945 wurden Stadt und Hafen schwer zerstört; seit 1945 gehört Swinemünde zu Polen. Das Seebadviertel mit seinen Villen und dem Kurpark erinnert bis heute an die Bäderzeit des 19. Jahrhunderts.
Bewachtes Baden gibt es nur in der Sommersaison; offiziell geführt wird die Badestelle „Kąpielisko Morskie Świnoujście – Uznam“. Termine und Wasserqualität veröffentlicht der polnische Badegewässer-Dienst (Serwis Kąpieliskowy GIS). Außerhalb der Saison ist der Strand frei zugänglich, aber ohne Rettungsschwimmer.
Reiseführer beschreiben eine ausgewiesene Hundezone im Bereich der Westmole. Die aktuellen Regeln stehen auf Tafeln an den Strandzugängen – die Gemeinde passt sie gelegentlich an.
Ruhiger ist es auf der anderen Seite der Swine, auf der Insel Wollin (Wolin): am Strand von Warszów (Ostswine) und weiter östlich in Przytór, wo es auch einen FKK-Abschnitt gibt. Rund um Warszów ist allerdings ein Tiefwasser-Containerterminal geplant; informiere dich vor dem Besuch über den aktuellen Stand.
Auf jeden Fall, wenn du Platz und Weite magst. Im Juli und August sind die Zugänge an der Promenade voll, Richtung Grenze wird es schnell leerer. Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern: Für die Strecke von der Mühlenbake bis zur Grenze und zurück solltest du 2–3 Stunden einplanen. Im Winter ist es windig, Sturmfluten können den Strand zeitweise schmaler machen; die Mole solltest du bei starkem Wind oder Glätte meiden.
Stand: Oktober 2026
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Geprüft: Oktober 2026