Museen
Smołdzino, Pommern
Das Museum des Slowinzischen Dorfes in Klucken (Kluki) ist ein Freilichtmuseum am Westufer des Lebasees in Hinterpommern. Reetgedeckte Fachwerkhäuser stehen hier mitten in einem bewohnten Dorf, teils genau dort, wo sie gebaut wurden. Erzählt wird die Geschichte der Slowinzen – einer kleinen Gemeinschaft von Fischern und Bauern zwischen Lebasee und Garder See. Für Besucher aus Deutschland ist es besonders spannend, denn das Dorf und seine Bewohner waren bis 1945 Teil der deutschen Geschichte Pommerns.
Am 22. September 1963 wurde der erste museale Hof eröffnet – an seinem ursprünglichen Platz. In den 1970er-Jahren, als die letzten alteingesessenen Familien das Dorf verließen und viele Häuser abgerissen werden sollten, retteten Museumsleute mehrere Höfe. Seit den 1980er-Jahren wird das Museum als Rekonstruktion des Dorfes aus dem 19. Jahrhundert ausgebaut. Heute gehört es zum Museum Mittelpommerns in Stolp (Słupsk).
Den Namen machte Alexander Hilferding 1862 bekannt. Die Slowinzen lebten Mitte des 19. Jahrhunderts zwischen dem Westufer des Garder Sees und der Leba-Mündung. In der Zwischenkriegszeit verschwanden Sprache und Eigenständigkeit rasch; nach 1945 fühlte sich die Mehrheit deutsch und wanderte nach und nach nach Deutschland aus, viele noch in den Jahren 1971–1975. Die Dorfteile Zemminer und Selensche Klucken existieren seitdem nicht mehr. Das Museum schreibt, man könne über die Slowinzen nur noch in der Vergangenheit sprechen.
Rund 18 Gebäude auf etwa 5 ha – Wohnhäuser, Ställe, Scheunen aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert:
Mitten durch das Museum führt eine öffentliche Straße, daneben stehen jahrhundertealte Bäume. Im Gasthaus „U Dargoscha“ in einem Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert kannst du einkehren.
Lebendig wird das Museum bei seinen Festen: „Schwarze Hochzeit“ am 1. Mai, „Frühlingsfreuden“ in der Fronleichnamswoche, „Auf dem slowinzischen Hof“ Ende Juli/Anfang August und „Abschied vom Sommer“ am dritten Sonntag im September. Kinder mögen besonders Ställe, Backofen und Fischereigeräte; die Wege sind unbefestigt, aber eben.
Anfahrt
Über Stettin (Szczecin) und die S6 nach Stolp, dann über Schmolsin (Smołdzino) nach Klucken. Ganzjährig fährt der Bus 204 von Stolp. Plane 1,5–2 Stunden ein.
Ja – gerade für Gäste aus Deutschland, die sich für die Geschichte Hinterpommerns interessieren. Klucken lässt sich gut mit dem Leuchtturm Scholpin, dem Revekol (Rowokół) bei Schmolsin und den Wanderdünen kombinieren.
Zeiten gültig bis 30. April 2027
Październik–kwiecień: pn nieczynne, wt 10:00–13:00 (wstęp wolny, wejście do 12:00), śr–nd 10:00–16:00 (wejście do 15:00); latem dłużej.
Bilet normalny 24 zł, ulgowy 18 zł; we wtorki (poza sezonem) wstęp bezpłatny.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026