Seen & Gewässer
Łeba, Pommern
Der Lebasee (Jezioro Łebsko) ist der größte See Pommerns und der drittgrößte Polens – eine flache, oft vom Wind aufgewühlte Wasserfläche direkt hinter den Wanderdünen des Slowinzischen Nationalparks, zwischen Leba (Łeba) und Klucken (Kluki). Über 70 km² Wasser, breite Schilfgürtel und Dünen, die von Norden in den See wandern, ergeben eine Landschaft, die du am besten von oben erlebst: von der Lontzkedüne, vom Leuchtturm Scholpin oder vom Steg in Klucken.
Der Lebasee war ab 1776 Schauplatz eines gescheiterten Entwässerungsprojekts unter Franz Balthasar von Brenkenhoff. Er ließ etwa in der Mitte der Nehrung einen Kanal zur Ostsee graben, um den Wasserspiegel zu senken und die Sümpfe trockenzulegen. Doch bei Stürmen drückte die Ostsee Wasser in den See, es kam zu Überschwemmungen, und ein Sturm im März 1779 zerstörte das Bauwerk. 1782/83 wurde der Kanal wieder verschlossen.
Die Leba durchfließt den See und mündet bei Leba in die Ostsee. Laut Nationalpark liegt der Seespiegel nur 9 cm über dem Meer – bei Sturm strömt Salzwasser zurück in den See. Deshalb leben hier neben Süßwasserfischen auch Hering und Flunder, und am Ostufer wachsen salzliebende Pflanzen. Der See verlandet langsam, weil von Norden Dünensand hineinweht.
Ältere Reiseführer nennen Schiffsfahrten von Leba nach Rumbke und Klucken. Laut Nationalpark verkehren derzeit keine Fahrgastschiffe auf dem Lebasee, bis eine Ausschreibung entschieden ist (Stand: Oktober 2026). Angeln vom Boot ist in ausgewiesenen Bereichen nach den Regeln des Parks erlaubt. Kajakfahrer sollten mit plötzlichem Starkwind und kurzen, steilen Wellen rechnen.
Der See mit seinen Mooren und Schilfgürteln ist ein international bedeutendes Vogelgebiet und Teil des Natura-2000-Gebiets „Pobrzeże Słowińskie“. Über dem Wasser jagt der Seeadler, im Röhricht brüten zahlreiche Wasser- und Watvögel, auf dem See wachsen Weiße Seerosen und Teichrosen. Am meisten los ist während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst – nimm ein Fernglas mit und bleib auf den markierten Wegen.
Anfahrt
Aus Deutschland über Stettin (Szczecin), die S6 und Lauenburg (Lębork) nach Leba am Ostufer; das Westufer erreichst du über Stolp (Słupsk) und Schmolsin (Smołdzino) nach Klucken. Aussichtspunkte sind ganzjährig zugänglich; vom 1. Mai bis 30. September kostet der Nationalpark-Eintritt 10 zł.
Lohnt sich der Besuch?
Ja – vor allem in Kombination mit den Dünen und dem Freilichtmuseum Klucken. Am eindrucksvollsten ist der Blick von der Lontzkedüne: im Norden die Ostsee, im Süden die weite, oft graublaue Fläche des Sees mit den Wäldern am Ufer von Klucken.
Jezioro i punkty widokowe dostępne cały rok; rejsy pasażerskie obecnie nie kursują (SPN, październik 2026).
Wstęp wolny poza sezonem; 1.05–30.09 na szlakach SPN bilet 10 zł / 5 zł.
Słowiński Park Narodowy, gm. Wicko / Smołdzino (dostęp z Łeby, Rąbki i Kluk)
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Geprüft: Oktober 2026
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