Technikdenkmäler
Ustka, Pommern
Der Leuchtturm Ustka – der alte Leuchtturm Stolpmünde – ist ein achteckiger Backsteinturm von 1892 an der Hafeneinfahrt des Ostseebads Ustka in Hinterpommern. Zusammen mit dem angebauten Lotsenhaus mit Treppengiebeln ist er das Wahrzeichen der Stadt. Im Sommer kannst du auf die Galerie steigen und über Hafen, Drehbrücke, die Mündung der Stolpe (Słupia) und die Strände blicken. Für Leuchtturmfreunde ist er eine Station der polnischen Leuchtturmroute.
Stolpmünde war der Hafen der Stadt Stolp (Słupsk). 1871 wurde an der Lotsenstation ein Mast mit Petroleumlampe und Fresnel-Linse aufgestellt, der rotes Licht zeigte. 1892 entstand der heutige Bau: das Lotsenhaus aus rotem Backstein mit achteckigem Turm. 1904 wurde das Gebäude aufgestockt, das Licht wurde weiß. Der Leuchtturm überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und leuchtete ab dem 15. November 1945 wieder – nun unter polnischer Verwaltung. Seit 1993 steht er unter Denkmalschutz. Der letzte Leuchtturmwärter ging 2010 in den Ruhestand, seither arbeitet das Feuer automatisch. Zuständig ist das Seeamt Gdingen (Gdynia).
Der Eintritt ist kostenpflichtig, bezahlt wird in Złoty (PLN). Geöffnet ist vor allem in der Sommersaison – im Juli und August meist täglich, außerhalb der Saison wechseln die Zeiten. Einen offiziellen Plan für 2026 und den Winter 2026/27 konnten wir nicht bestätigen; frag am besten in der städtischen Touristeninformation in Ustka nach (Stand: Oktober 2026). Über eine Treppe aus Beton und Stahl geht es zur Galerie; plane insgesamt 20–30 Minuten ein.
Ja – es ist der beste Aussichtspunkt der Stadt und ein schönes Beispiel pommerscher Hafenarchitektur des 19. Jahrhunderts. Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Höhenangst ist der Aufstieg nicht geeignet; als Fotomotiv lohnt sich der Turm aber für alle, besonders am Abend. Wenn nach Sonnenuntergang das Feuer angeht, bekommst du das klassische Postkartenbild von Ustka mit Mole und Hafen.
Hinweis: Seit Juli 2025 werden die Molen umgebaut (Fertigstellung laut Vertrag September 2026). Die Ostmole am Leuchtturm kann daher noch gesperrt sein.
Die polnische Leuchtturmroute führt von Swinemünde (Świnoujście) bis Kahlberg (Krynica Morska). Westlich von Ustka liegt Jershöft (Jarosławiec), östlich folgen Scholpin (Czołpino) im Slowinzischen Nationalpark, Stilo, Rixhöft (Rozewie), Heisternest (Jastarnia) und Hela (Hel). Wer Stempel für den Leuchtturmpass „Bliza“ sammelt, fragt an der Kasse danach. Eine schöne Kombination für zwei Tage: Ustka, dann Leuchtturm und Wanderdünen bei Scholpin und Leba.
Der Leuchtturm steht am Westende der Strandpromenade, neben dem Hafenkapitanat. Mit dem Auto von Berlin sind es rund 400 km über Stettin (Szczecin) und Słupsk; in der Innenstadt gibt es gebührenpflichtige Parkplätze. Mit der Bahn fährst du nach Słupsk und weiter mit dem Regionalzug nach Ustka (ca. 20 Minuten); vom Bahnhof sind es etwa 15 Minuten zu Fuß.
Direkt daneben stehen das Denkmal „Ludziom Morza“ (Den Menschen des Meeres) und während der Hafenarbeiten auch die Meerjungfrau von Ustka. Über die Drehbrücke geht es zur Blücher-Batterie, nach Osten zur Promenade.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026