Kirchen & Klöster
Wiślica, Heiligkreuz
Das Ablassfest im August vor dieser Kirche hat es sogar in ein Lied geschafft – die Folkband Wolna Grupa Bukowina verewigte es in „Nuta z Ponidzia“. Die Laurentiuskirche selbst ist älter als jede Ballade: Der Steinbau auf dem Hügel von Gorysławice wurde 1535 vollendet, eine hölzerne Vorgängerkirche stand hier schon im 14. Jahrhundert. Gorysławice war einst eine Vorstadt von Wiślica unterhalb des Busko-Tores.
Eine hölzerne Pfarrkirche ist um 1326 und erneut 1430 belegt. Den Steinbau stiftete der damalige Pfarrer Józef Dałowicz; vollendet wurde er 1535. 1676 fügten Wojciech und Anna Żelazowski im Westen eine barocke Kapelle mit Kuppel und Laterne an. Ab 1799 wohnte hier kein Pfarrer mehr, 1810 wurde die Pfarrei aufgelöst – seitdem ist die Kirche Filiale der Pfarrei Wiślica. Im Ersten Weltkrieg beschädigt, wurde sie danach restauriert.
Die Kirche ist aus Stein gebaut und außen von Strebepfeilern gestützt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Dach mit Holzschindeln gedeckt, heute mit Kupferblech. Die Ausstattung wurde im Rahmen des Programms Skarbiec Świętokrzyski („Schatzkammer der Region Heiligkreuz“) gereinigt und konserviert.
Die Kirche liegt am Kleinpolnischen Jakobsweg von Sandomierz nach Tyniec und am blauen Wanderweg von Pińczów nach Wiślica – ein guter Halt bei einer Wander- oder Radtour durch das Ponidzie. Für Kirche und Kirchhof reichen 20–30 Minuten. Als Filialkirche ist sie außerhalb der Gottesdienste oft geschlossen – die beste Gelegenheit für einen Blick hinein bietet das Laurentiusfest im August. Von Gorysławice ist es nicht weit zur Stiftskirche und den übrigen Sehenswürdigkeiten von Wiślica.
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