Kirchen & Klöster
Korfantów, Oppeln
Von außen wirkt die Dreifaltigkeitskirche an der Opolska-Straße in Korfantów wie ein Bau aus dem frühen 20. Jahrhundert. Doch in dem 1909 umgebauten Bau steckt ein Granitportal aus der Zeit um 1300, und die Pfarrei ist seit 1335 belegt. Wer sich den Eingang und die Ausstattung genauer ansieht, entdeckt sieben Jahrhunderte Geschichte einer kleinen schlesischen Stadt.
Die Kirche entstand um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, als Korfantów (bis 1946 Friedland) eine junge Siedlung war. 1335 verzeichnete ein päpstlicher Nuntius Stadt und Pfarrei in einem Zehntregister. Im 16. Jahrhundert übergab der Stadtherr Adam Gotsch die Kirche den Protestanten; ihr Pastor Georgius Fabricius wirkte hier 58 Jahre lang und starb 1622 mitten in einer Predigt. 1629 erhielten die Katholiken die Kirche zurück. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand der Turm, und 1909 wurde die Kirche grundlegend zu ihrer heutigen Gestalt umgebaut.
Die Gemeinde nennt als wertvollste Elemente:
Nowagk starb am 28. April 1681 während der Pest von 1680–1681, der rund 180 Einwohner zum Opfer fielen, fast ein Drittel der Stadt. Sein Grabmal erinnert damit auch an diese Katastrophe.
Für Außenbau und Portal reichen 20–30 Minuten. Die Kirche ist eine aktive Pfarrkirche, den Innenraum sehen Sie am besten kurz vor oder nach den Gottesdiensten. Beim selben Spaziergang erreichen Sie das Schlossensemble von 1616 mit Torhaus und Park, in dem drei als Naturdenkmal geschützte Stieleichen stehen, sowie das Rathaus aus dem frühen 20. Jahrhundert am Markt. An der Ecke Prudnicka- und Kościuszki-Straße steht ein monolithisches Steinkreuz, das als eines der ältesten Denkmäler der Stadt gilt.
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