Burgen
Das spätrenaissancezeitliche Schloss in Korfantów, dem früheren Friedland, steht auf einem kleinen Hügel am nordwestlichen Stadtrand. Drei Flügel in Hufeisenform umschließen einen vierseitigen, nach Westen offenen Hof; nach Osten schließt ein Torbau mit Nebengebäuden die Anlage ab. In der Nordostecke ragt ein hoher quadratischer Turm empor, auf der Südseite ist ein gedrungener Rundturm zu sehen.
Als Entstehungsjahr gilt 1616, als Pilchner das Schloss errichtet haben soll; im 18. und 19. Jahrhundert wurde es dreimal erweitert. Bis 1945 diente es als Sitz der Herrschaften Friedland, darunter die Familien Schaffgotsch, Redern, Mettich und Pückler. Nach dem Krieg wurde das verlassene Schloss Beute von Plünderern, in den 1960er Jahren war es bereits eine Ruine — erhalten blieben unter anderem zwei spätrenaissancezeitliche Portale, ein inneres und ein äußeres, sowie das steinerne Portal mit dem Haupteingang im Mittelteil.
In den Mauern befindet sich heute das Opoler Rehabilitationszentrum, weshalb der Bau viele stilistische Merkmale verlor; die Innenräume nutzt das Krankenhaus, Besichtigungen beschränken sich auf das Äußere und die Umgebung. Umgeben ist das Denkmal von einem Park, der um 1800 angelegt wurde und wertvolle, 300–400 Jahre alte Eichen birgt. Das Schlossensemble wurde 1950 in das Denkmalregister eingetragen; in der Nähe steht die stattliche Dreifaltigkeitskirche. Adresse: ul. Wyzwolenia 11.
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