Kirchen & Klöster
Ujazd (Ujest), Oppeln
Am östlichen Rand von Ujazd (früher Ujest), an der Straße nach Pyskowice (Peiskretscham), steht eine neugotische Kirche, die die Einheimischen seit jeher Studzionka nennen. Der Name geht auf eine Quelle zurück, an der im 18. Jahrhundert eine hölzerne Kapelle stand; die deutschsprachigen Bewohner sprachen von der Brünnelkirche. Bis heute kommen Wallfahrer hierher.
Die erste Holzkapelle entstand an dieser Stelle 1759. Die gemauerte Kirche entwarf der örtliche Baumeister Karol Heinze; der Grundstein wurde 1858 gelegt, 1861 war der Bau vollendet. Die geschätzten Kosten von 18.000 Talern deckten Spenden der Gemeinde und der Gläubigen aus der Umgebung. Unterstützung sagten unter anderem der Stadtrat und Lebküchler Franz Mrozik, der Tischlermeister Józef Dachnowski und der Webermeister Józef Gojny zu; Pfarrer war damals Antoni Möser.
Die Kirche ist Filialkirche der Pfarrei St. Andreas in Ujazd. Das gesamte Ensemble – Kirche, Kirchhof, Quellkapelle, Einfriedung mit Tor und Steinkreuz – steht unter Denkmalschutz.
Nach örtlicher Überlieferung hilft das Wasser der Quelle bei Augenleiden – mit dieser Geschichte ist die Entstehung der Kapelle und später der Kirche verbunden. Ujazd hat zwei historische Kirchen: die barocke Pfarrkirche St. Andreas im Zentrum und die neugotische Studzionka vor der Stadt.
Die Kirche liegt außerhalb der geschlossenen Bebauung an der Straße Richtung Pyskowice, etwa einen Kilometer vom Markt und der Ruine des Bischofsschlosses entfernt. Das Kirchgelände mit Grotte und Quellkapelle sehen Sie von außen in 20–30 Minuten; der Innenraum ist meist zu Gottesdiensten und zum Ablassfest geöffnet. Gut kombinierbar mit dem Bischofsschloss in Ujazd und dem Miniaturenpark in Olszowa.
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