Museen
Szklarska Poręba (Schreiberhau), Niederschlesien
Das Carl-und-Gerhart-Hauptmann-Haus in Schreiberhau (Szklarska Poręba) ist das ehemalige Wohnhaus der Brüder Hauptmann und war um 1900 das Herz der Künstlerkolonie im Riesengebirge. Gerhart Hauptmann, Literaturnobelpreisträger von 1912, schrieb hier „Die Weber“. Carl Hauptmann, Autor des „Rübezahlbuchs“, lebte hier bis zu seinem Tod. Heute ist das Haus eine Außenstelle des Riesengebirgsmuseums in Hirschberg (Jelenia Góra) — für deutsche Besucher eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.
Das Museum liegt an der ul. 11 Listopada 23 in Mittel-Schreiberhau (Szklarska Poręba Średnia), direkt an der Bahnstrecke aus Hirschberg. Mit dem Auto fährst du von Görlitz über Hirschberg etwa anderthalb Stunden, von Dresden rund zweieinhalb Stunden. Mit der Bahn erreichst du Schreiberhau direkt ab Breslau (Wrocław).
Im September 1890 besuchten Carl und Gerhart Hauptmann ihre Eltern in Bad Warmbrunn (Cieplice). Auf einer Wanderung durchs Gebirge beschlossen sie, sich in Schreiberhau niederzulassen. Sie kauften ein altes Bauernhaus mit rund 7,5 ha Land im „Tal der sieben Häuser“ für 12 500 Mark. Im August 1891 zogen beide Familien ein, das Anwesen hieß „Schreiberhäusel“. Laut einer Holztafel von 1926 entstanden hier unter anderem „Die Weber“, „Hanneles Himmelfahrt“, „Fuhrmann Henschel“, „Kollege Crampton“ und „Der Biberpelz“. Gerhart zog später in sein 1901 erbautes Haus Wiesenstein in Agnetendorf (Jagniątków). Carl blieb und starb hier 1921.
Ab 1936 zeigte eine Ausstellung im Haus das Werk der Schriftsteller und der Künstlerkolonie. 1946 verließen die letzten deutschen Familien, die hier Zuflucht gesucht hatten, das Haus. Die Sammlung wurde zerstreut. Danach diente das Gebäude unter anderem dem polnischen Schriftstellerverband, als Kinder-Reha-Station und für Wohnungen. 1987 übergab die Stadt das Haus dem Museum, 1995 wurde es nach einer Generalsanierung als Museum eröffnet. Seit 2001 erinnert ein zweisprachiger Granitstein an der Fassade an beide Brüder.
Ja — besonders, wenn dich deutsche Literatur, die Geschichte Schlesiens oder Malerei interessieren, und als Ziel für Regentage. Plane eine bis zwei Stunden plus Spaziergang im Park ein. Die Texte sind überwiegend polnisch, frag an der Kasse nach Informationen in anderen Sprachen. In der Nähe: der Kochelfall (Wodospad Szklarki), die Felsgruppe Zuckerschale (Chybotek) und das Gerhart-Hauptmann-Haus Wiesenstein in Agnetendorf.
Zeiten gültig bis 30. April 2027
1.10–30.04: wt.–niedz. 9:00–16:00; 1.05–30.09: wt.–niedz. 9:00–17:00; poniedziałki nieczynne; kasa do 30 min przed zamknięciem; park całodobowo.
Normalny 18 zł, ulgowy 10 zł; w środy wstęp wolny na wystawy stałe (wystawy czasowe 3 zł); park bezpłatny.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026