Festungen
Ziębice (Münsterberg), Niederschlesien
Ein hoher, heller Turm mit einem spitzen Ziegelkegel, der wie eine Zipfelmütze über den Zinnen aufragt – nach der Basilika ist er das bekannteste Bild von Ziębice (Münsterberg). Das Patschkauer Tor stammt von 1491 und ist das einzige erhaltene Tor der mittelalterlichen Stadt. Seine Durchfahrt ist bis heute offen.
1336 umfasste Münsterberg 35 Hektar und war von einer Stadtmauer mit fünf Toren umgeben. Die Stadt war damals Sitz des Herzogtums Münsterberg und wurde im selben Jahr vom Markgrafen von Mähren, dem späteren Kaiser Karl IV., belagert. 1429 zerstörten die Hussiten Stadt und Burg. Erhalten sind Mauerabschnitte aus dem 13. und 14. Jahrhundert und der Turm des Patschkauer Tors, benannt nach der Straße nach Paczków (Patschkau). Von 1322 bis 1521 war Münsterberg Sitz einer eigenen Piastenlinie, 1530 verlegte Herzog Karl I. die Residenz nach Frankenstein (Ząbkowice).
Das schönste Foto gelingt von der Marktseite die Straße entlang, wo der Turm den Blick abschließt. Ein Rundgang um das Tor und an den erhaltenen Mauerstücken dauert etwa eine halbe Stunde; zur Basilika St. Georg sind es zwei bis drei Minuten.
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