Kirchen & Klöster
Inowrocław, Kujawien-Pommern
Die Einwohner von Inowrocław (Hohensalza) nennen diese Kirche bis heute „die Ruine“, obwohl sie seit über hundert Jahren wieder ein Dach hat und als Pfarrkirche dient. Zwischen 1180 und 1230 aus Granitquadern errichtet, ist sie die älteste Kirche der Stadt und eine der ältesten in Kujawien. Seit 2008 trägt sie den Titel einer Basilica minor.
Die Kirche steht auf einem Moränenhügel namens Biała Góra, dessen Besiedlung bis in die Römerzeit zurückreicht. Gestiftet hat sie sehr wahrscheinlich Herzog Leszek, Sohn Bolesławs des Kraushaarigen, mit Einnahmen aus der Salzgewinnung. Zuerst entstanden das steinerne Schiff und der Chor, dann die Backsteintürme. 1233 hielt Bischof Michael von Kujawien hier eine Synode ab – der Bau muss also fertig gewesen sein.
Ab dem 16. Jahrhundert verlor die Kirche an Bedeutung. 1779 stürzte die Ostwand des Chors ein, 1816 wurde sie geschlossen, und ein Brand im Dezember 1834 machte sie zur Ruine – daher der Beiname. Wiederaufgebaut wurde sie 1900–1902 nach Plänen von Julius Kohte, der die romanische halbrunde Apsis rekonstruierte. 1980 gab ihr Primas Stefan Wyszyński den Rang einer Pfarrkirche zurück.
Für die Kirche innen und außen reichen 20–40 Minuten. Gehen Sie einmal ganz um den Bau herum – im Osten die Apsis, im Westen der Turmblock. Regeln und Zeiten für die Besichtigung des Innenraums veröffentlicht die Pfarrei auf ihrer Website – prüfen Sie diese vor dem Besuch. Die Kirche liegt an der Romanischen Straße Polens und lässt sich gut mit Kruszwica und Strzelno verbinden.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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