Museen
Wielka Nieszawka, Kujawien-Pommern
Der Olender-Ethnografiepark in Wielka Nieszawka ist Polens erstes Freilichtmuseum über die Hauländer oder Olender — Siedler, die die sumpfigen Niederungen an der Weichsel urbar machten. Auf mehr als 5 Hektar direkt am Weichseldeich, rund 10 km von Thorn (Toruń), steht ein rekonstruiertes Dorf aus der Zeit um 1900 mit strohgedeckten Holzhöfen, Speicher, Brunnen und Weidenzäunen. Der Park gehört zum Ethnografischen Museum in Thorn und eignet sich für einen ruhigen Halbtagesausflug.
Thorn mit seiner gotischen Altstadt (UNESCO-Welterbe) liegt rund 420 km östlich von Berlin, über Posen (Poznań) gut mit dem Auto erreichbar. Vom Stadtzentrum fährst du etwa 15 Minuten bis zum Park; auf dem Gelände gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Alternativ bringt dich die Vorortbuslinie 151 der Thorner Verkehrsbetriebe (MZK) nach Wielka Nieszawka, oder du radelst flach am linken Weichselufer entlang. In der Saison werden auch Bootsfahrten auf der Weichsel angeboten.
Die ersten waren Mennoniten aus den Niederlanden und Friesland, die vor religiöser Verfolgung flohen und sich Mitte des 16. Jahrhunderts im Weichseldelta niederließen. Als Spezialisten für Entwässerung bauten sie Deiche und Gräben, setzten ihre Höfe auf künstliche Hügel und erhielten dafür günstige Siedlungsrechte, oft persönliche Freiheit statt Frondienst; später bezeichnete der Name auch deutsche Lutheraner und polnische Katholiken mit denselben Privilegien. Wielka Nieszawka war bis zum Zweiten Weltkrieg ein wichtiges mennonitisches Zentrum — der erhaltene Friedhof gab den Ausschlag für den Standort des Parks, der im Mai 2018 eröffnet wurde.
Stand: Oktober 2026
Der Eintritt kostet 20 PLN, ermäßigt 14 PLN, Familienticket 40 PLN. Mittwochs ist der Eintritt frei. Im Museumsladen gibt es kostenlose Audioguides auf Deutsch, Englisch und Polnisch, außerdem eine Version mit Audiodeskription. Eine Führung auf Englisch kostet 80 PLN pro Gruppe; mittwochs werden keine Führungen angeboten. Geschlossen ist der Park außerdem u. a. am Karsamstag, Ostersonntag, 1. November, 24., 25. und 31. Dezember sowie am Neujahrstag.
Ja — besonders für alle, die sich für mennonitische und niederländisch-deutsche Siedlungsgeschichte an der Weichsel interessieren. Plane etwa 1,5 Stunden ein, mit Führung rund 2 Stunden. Das Gelände ist offen und flach; im Sommer an Sonnenschutz, im Herbst an feste Schuhe denken. Kinder können sich auf den Höfen frei bewegen und sehen, wie eine Wohnstube, ein Speicher und eine Scheune früher funktionierten. Danach lohnt die Altstadt von Thorn mit Kopernikus-Haus und Lebkuchenmuseum.
Zeiten gültig bis 30. April 2027
Październik–kwiecień: wt.–pt. 9:00–16:00, sob.–niedz. 10:00–16:00; maj–wrzesień: wt., czw.–niedz. 10:00–18:00, śr. 9:00–16:00; poniedziałki nieczynne; ostatnie wejście godzinę przed zamknięciem.
Bilet normalny 20 zł, ulgowy 14 zł, rodzinny 40 zł; w środy wstęp wolny; audioprzewodniki bezpłatne.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026