Burgen
Über fünf Jahrhunderte lang war das Schloss Ottmachau die Residenz der Breslauer Bischöfe — Heinrich IV. Probus schenkte es ihnen 1290 und beendete damit den Streit mit Bischof Thomas II. Direkt am Stausee, unweit des Damms des Otmuchów-Stausees, dient es heute als Hotel in Mauern, die Renaissance, Barock und Hussiteneinfälle erlebt haben.
Den Hauptumbau der mittelalterlichen Burg leitete Bischof Przecław z Pogorzeli (1341–1376); seine Nachfolger veränderten sie weiter: Jan IV Roth, Andrzej Jerin — unter ihm entstand 1585–1596 der Renaissanceflügel — Karol Ferdynand Waza und Ludwik Franciszek Neuburg, dem das Schloss seine barocke Gestalt aus dem 17. Jahrhundert verdankt. Der hohe, viereckige Turm mit Maschikulis trug das Wappen Bischof Jerins, flankiert von Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten. Im Inneren bewahrten die Bischöfe ihren Schatz und hielten Gefangene — deshalb wurde die Wehrburg immer wieder angegriffen, vor allem von den Hussiten.
Nach der Säkularisation 1810 gelangte das Schloss 1830 an Wilhelm von Humboldt, der den südlichen und westlichen Teil abreißen und an ihrer Stelle einen Garten anlegen ließ. 1929 ging das Anwesen an die Stadt Otmuchów über. Heute dient die Anlage mit Park als Hotel.
Planen Sie 1–2 Stunden für Innenräume und Park ein; der Hof und der Turm machen den stärksten Eindruck. Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang über den Damm des Stausees und durch die Altstadt mit dem Rathaus. Erkundigen Sie sich vor Ort, was zugänglich ist — ein Teil des Gebäudes steht Hotelgästen zur Verfügung.
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