Märkte & Altstädte
Der Marktplatz in Nysa ist ein mittelalterlicher Marktplatz von etwa 200 mal 100 Metern, in der Form ein Rechteck, das an der Südwestecke gerundet ist. Das Herz der Stadt bestimmt noch heute die Richtung der ersten Spaziergänge: Hier stehen denkmalgeschützte, schön restaurierte Bürgerhäuser, und der innere Teil des Platzes ist zum größten Teil bebaut.
Die ältesten Bürgerhäuser stammen aus dem 15. Jahrhundert, wurden aber mehrfach umgebaut. Beachtung verdient das Städtische Waagehaus aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts, errichtet im Stil der Nordrenaissance. Nach den Kriegsschäden wurde es grundlegend saniert und zeigt sich heute als spätrenaissance- und manieristischer, zweigeschossiger Giebelbau mit Arkadenlauben.
Der Krieg hinterließ tiefe Spuren: In der Bebauung um den Markt dominieren Blöcke der Nachkriegszeit, und zeitgenössische Bauten wurden nach der alten Architektur gestaltet — unter ihnen steht das wiederaufgebaute Rathaus mit Aussichtsturm. Die nördliche, kurze Seite des Platzes schließt die Kirche des Heiligen Jakobus mit freistehendem Glockenturm ab, den inneren Teil ergänzt der Tritonbrunnen.
Der Markt ist jederzeit ohne Ticket zugänglich. Ein Spaziergang verbindet den Platz mit den angrenzenden Straßen, in denen ebenfalls Denkmäler stehen — ein Umlauf der wichtigsten Punkte dauert etwa eine Stunde. Nysa belohnt Besucher, die sich Zeit lassen: Es ist eine Stadt, in der man die Schichten von Wiederaufbau und Geschichte direkt an den Bürgerhäusern ablesen kann.
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