Burgen
Oporów, Łódź
Die Burg Oporów bei Kutno in Zentralpolen gehört zu den am besten erhaltenen gotischen Wohnburgen des Landes. Der kompakte Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert steht auf einer künstlichen Insel, umgeben von einem Wassergraben und einem romantischen Landschaftspark. Seit 1949 beherbergt die Burg ein Museum historischer Wohnkultur – und weil sie wie aus dem Bilderbuch aussieht, haben hier zahlreiche polnische Filme und Serien gedreht. Ein lohnender, ruhiger Abstecher auf der Strecke Richtung Warschau.
Oporów liegt in der Woiwodschaft Łódź, etwa 15 km östlich von Kutno. Aus Deutschland fährst du über die A2 Richtung Warschau (Warszawa) und am Autobahnkreuz Stryków auf die A1 Richtung Norden bis Kutno – von Berlin sind das gut fünf Stunden. Kutno ist auch ein wichtiger Bahnknoten mit schnellen Zügen aus Warschau, der Weiterweg nach Oporów ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln aber umständlich; mit dem Auto bist du deutlich flexibler.
Oporów wird 1363 erstmals als Sitz der Familie Oporowski (Wappen Sulima) erwähnt. Keimzelle der Burg war ein Wohnturm aus dem frühen 15. Jahrhundert auf einer Insel in einem Seitenarm der Słudwia. Den Bau begann Mikołaj Oporowski, Woiwode von Łęczyca; vollendet wurde die Anlage 1434–1449 von seinem Sohn Władysław Oporowski – Vizekanzler der Krone, Bischof von Włocławek und schließlich Erzbischof von Gnesen (Gniezno) und Primas von Polen. Er starb 1453 auf der Burg.
Im 17. Jahrhundert übernahmen die Tarnowski die Burg, im 18. Jahrhundert die Familie Sołłohub, im 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach. Die Umbauten blieben bescheiden: barocke Fenster, klassizistischer Stuck, um 1840 ein kleiner Anbau im Hof und ein neugotisches Tor. Während des Zweiten Weltkriegs stand das Gut unter deutscher Verwaltung, 1945 ging es an den Staat über, 1949 eröffnete das Museum.
Für Innenräume und Hof brauchst du etwa eine Stunde, dazu kommt ein Spaziergang durch den Park. Beschriftungen sind überwiegend auf Polnisch.
Ja – wenn du authentische Gotik ohne Menschenmassen suchst. Da die Burg klein ist, kombinierst du sie am besten mit weiteren Zielen: dem Paulinerkloster mit der Martinskirche im Ort, 1453 vom Bauherrn der Burg gestiftet, der Burg in Łęczyca und der romanischen Stiftskirche in Tum.
Zeiten gültig bis 30. April 2027
Codziennie 10:00–16:00 przez cały rok (także zimą 2026/27); od 1.05 do 30.09 w soboty i niedziele do 17:00; ostatnie wejście 30 min przed zamknięciem; zamknięte m.in. 1.01, 6.01, Wielka Sobota, Wielkanoc, Boże Ciało, 1.11, 11.11, 24–25.12, 31.12.
Normalny 25 zł, ulgowy 18 zł; oprowadzanie grupy do 40 osób 100 zł; w poniedziałki wstęp bezpłatny (poza Poniedziałkiem Wielkanocnym).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026