Landschaftsparks
Łódź
Łódź verbindet man mit Fabriken und flacher Ebene – doch gleich hinter dem nordöstlichen Stadtrand steigt das Gelände plötzlich an, es gibt Schluchten, Buchenwälder und Flussquellen. Der Landschaftsschutzpark Lodscher Höhen (Park Krajobrazowy Wzniesień Łódzkich) schützt die hügeligste Landschaft Zentralpolens und umfasst unter anderem den Łagiewniki-Wald – einen der größten Wälder innerhalb einer Stadtgrenze in Europa. Ideal zum Radfahren, für lange Spaziergänge und Wanderungen mit Aussichtspunkten, ohne sich weit von der Stadt zu entfernen.
Der Park wurde am 31. Dezember 1996 gegründet. Er umfasst 11 580 ha und eine 3083 ha große Pufferzone und liegt zwischen Łódź, Brzeziny und Stryków, verteilt auf zwei Städte und fünf Gemeinden. Höchster Punkt ist der Hügel „Radary“ bei Dąbrowa (284 m ü. d. M.), der tiefste das Tal der Mrożyca bei Niesułków (rund 150 m). Die Hügel fallen stufenweise nach Norden zum Warschau-Berliner Urstromtal ab, deshalb bieten sich vielerorts weite Ausblicke – etwa bei Teolin, Borchówka, Dąbrowa, Janów und Plichtów.
Durch den Park verläuft eine Hauptwasserscheide, und hier entspringen Bzura, Moszczenica, Mrożyca, Mroga und Miazga. Eine Anekdote aus der Planungszeit: Die Autobahn sollte ursprünglich fast auf der Sohle des Moszczenica-Tals verlaufen. Auf Antrag der Naturschützer wurde die Trasse korrigiert, was den Weg für die Gründung des Parks frei machte.
Wald bedeckt nur rund 28 % des Parks, doch er ist besonders. Der Łagiewniki-Wald misst etwa 1205 ha und liegt innerhalb der Stadtgrenzen von Łódź – ein Rest des alten Lodscher Urwalds mit überwiegend Eichen. Der Janinów-Wald (etwa 557 ha) ist der größte Buchenwald Zentralpolens. Die wertvollsten Bereiche sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen: Las Łagiewnicki, Struga Dobieszkowska, Parowy Janinowskie und Janinowski Starodrzew Bukowy.
Botaniker haben hier 735 Arten von Gefäßpflanzen gezählt, und im Łagiewniki-Wald lebt die Taiga-Hummel, ein Relikt der Eiszeit. Außerdem kommen im Park 13 Fledermausarten vor.
Für den ersten Besuch empfiehlt sich der Łagiewniki-Wald – er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Zentrum von Łódź erreichbar, und ein Spaziergang von den Teichen in Arturówek zum Kloster in Łagiewniki dauert 2–3 Stunden. Den hügeligeren Teil mit dem Janinów-Wald und den Aussichtspunkten erkunden Sie am besten mit dem Rad auf dem markierten Radweg durch den Park. Die Buchenwälder sind im Mai und Oktober am schönsten, nach Regen können die Wege in den Schluchten schlammig sein. Der Park wird vom Verband der Landschaftsschutzparks der Woiwodschaft Łódź verwaltet.
Eintritt frei
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