Kirchen & Klöster
Über dem Kościelny-Platz in der Łódźer Altstadt erhebt sich die Kirche Mariä Himmelfahrt — der Tempel der ältesten Pfarrei der Stadt, fast fünfhundert Jahre lang die einzige katholische Gemeinschaft in Łódź. Die gemauerte Kirche entstand 1887–1897 nach einem Entwurf des Warschauer Architekten Konstanty Wojciechowski.
Finanziert wurde der Bau von den Łódźern selbst, und einen überraschend großen Beitrag leisteten Łódźer Fabrikanten verschiedener Konfessionen — sie deckten fast die Hälfte der Kosten für Bau und Ausstattung. Das neugotische Innere birgt Glasfenster von 1891 mit Szenen der Aufnahme Mariens sowie eine 37-stimmige Orgel, die 1892 aus Wien geholt wurde. Von der früheren Holzkirche — abgetragen und an die Ogrodowa-Straße versetzt, wo sie heute als St.-Josefs-Kirche dient — stammt das verehrte Bild der Muttergottes von Łódź.
In der Krypta ruht der Sarg der Stanisława Leszczyńska, Dienerin Gottes. Auf dem Kirchgelände wiederum hat sich der steinerne Grabstein von Maciej Wyszyński von 1822 erhalten — die einzige Spur des Altstadtfriedhofs und das älteste steinerne Grabdenkmal Łódźs.
Die Kirche steht auf der einst „Kirchenhügel" genannten Anhöhe, etwa fünfzehn Gehminuten von der Piotrkowska-Straße; die Pfarrei gehört zum Netz der Łódźer Fastenstationen.
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