Denkmäler
Der Jüdische Friedhof in der Bracka-Straße 40 in Łódź, auch Neuer Jüdischer Friedhof genannt, wurde 1892 angelegt. Mit rund 42 Hektar ist er der größte jüdische Friedhof Polens nach Fläche; etwa 160.000 Mazewot sind erhalten.
Das Gelände ist nach jüdischen Bestattungstraditionen in Grabfelder gegliedert. Entlang der Hauptallee stehen auch Mausoleen. Der Friedhof steht seit 1980 unter Denkmalschutz und erhielt 2015 den Status eines Geschichtsdenkmals.
Während der deutschen Besatzung lag der Friedhof im Ghetto Litzmannstadt. Auf dem sogenannten Ghettofeld ruhen etwa 45.000 Menschen, die im Ghetto zwischen 1940 und 1944 starben oder ermordet wurden. Außerdem wurden hier 613 Roma und Sinti aus dem sogenannten Zigeunerlager bestattet.
Das bekannteste Bauwerk ist das Mausoleum von Izrael Kalmanowicz Poznański, eines der größten jüdischen Grabmale der Welt. Sehenswert ist auch das 1898 errichtete Leichenhaus, gestiftet von Mina Konsztadt und entworfen von Adolf Zeligson.
Für den Besuch braucht man ein kostenpflichtiges Ticket; der Eingang liegt an der Zmienna-Straße 84. Nach den aktuellen Angaben des Friedhofs ist er sonntags bis donnerstags vom 1. April bis 1. November von 9:00 bis 17:00 Uhr und vom 2. November bis 31. März von 9:00 bis 15:00 Uhr geöffnet; freitags jeweils bis 15:00 beziehungsweise 13:00 Uhr. Samstags und an jüdischen Feiertagen bleibt er geschlossen. Hinweise prüfen, respektvoll kleiden und als Mann den Kopf bedecken. Etwa 1,5–2 Stunden einplanen.
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