Burgen
Krasiczyn, Karpatenvorland
Schloss Krasiczyn ist eine der schönsten Renaissanceresidenzen Polens. Es liegt im Tal des San, etwa 10 km westlich von Przemyśl im Südosten des Landes, nahe der ukrainischen Grenze. Die vierflügelige Anlage mit vier ganz unterschiedlichen Ecktürmen und Fassaden voller Sgraffito-Schmuck wirkt fast wie aus einem Bilderbuch. Dazu kommt ein weitläufiger Landschaftspark mit Teich und alten Bäumen. Wer das Karpatenvorland bereist, sollte Krasiczyn einplanen – am besten zusammen mit der Altstadt und den Forts der Festung Przemyśl.
Mitte des 16. Jahrhunderts stand hier ein kleiner befestigter Herrensitz. Um 1580–1590 ließ der Kastellan von Przemyśl, Stanisław Krasicki, ein gemauertes Schloss auf quadratischem Grundriss mit vier Türmen errichten. Sein Sohn Marcin Krasicki baute es 1598–1633 im Stil des Manierismus um – daher stammt die prachtvolle Gestalt, die du heute siehst.
Bis 1687 blieb das Schloss im Besitz der Krasickis. 1726 plünderten russische Truppen und Kosaken die Anlage. 1834 kaufte Fürst Leon Sapieha den Besitz; die Familie Sapieha blieb bis 1939 Eigentümerin. Hier wurde Kardinal Adam Stefan Sapieha geboren, der spätere Erzbischof von Krakau (Kraków). Nach einem Brand 1852 und Schäden im Ersten Weltkrieg restaurierte der Architekt Adolf Szyszko-Bohusz die Anlage ab 1928. Galizien gehörte damals noch bis 1918 zu Österreich-Ungarn – Krasiczyn war also ein Adelssitz der k.u.k.-Monarchie. Seit 1996 verwaltet die staatliche Industrieentwicklungsagentur ARP das Schloss und ließ es umfassend restaurieren. Seit 2018 ist es als „Pomnik Historii“ (Geschichtsdenkmal) geschützt.
Der Park mit Teich und Alleen umgibt das Schloss. Die Sapiehas pflanzten bei der Geburt eines Sohnes eine Eiche, bei einer Tochter eine Linde – einige dieser Bäume stehen noch heute. Der Park ist von früh morgens bis spät abends geöffnet.
Im Schloss gibt es ein Hotel mit Restaurant, Café und Konditorei – ideal für eine Mittagspause oder eine Übernachtung.
Auf jeden Fall, wenn du in der Region bist. Plane 2–3 Stunden für Führung und Parkspaziergang ein. Kinder sind meist von den Kerkern begeistert, die ebenen Parkwege eignen sich für Kinderwagen. Besonders schön ist es im Herbst, wenn sich das Laub der alten Bäume färbt.
Das Schloss (Krasiczyn 179) liegt rund 10 km westlich von Przemyśl. Mit dem Auto fährst du über die A4 – sie führt von der deutschen Grenze bei Görlitz über Breslau (Wrocław), Kattowitz und Krakau bis Przemyśl, insgesamt knapp 700 km. Ab Przemyśl geht es auf Landstraßen weiter; am Schloss gibt es einen bewachten Parkplatz. Nächster Flughafen ist Rzeszów-Jasionka.
Kombiniere Krasiczyn mit der Festung Przemyśl, der Altstadt von Przemyśl mit dem Königsschloss, dem Tatarenhügel und dem Arboretum Bolestraszyce.
Sezon 1.04–31.10: zwiedzanie z przewodnikiem codziennie o pełnych godzinach 9:00–16:00 (min. 5 biletów); 1.11–31.03 tylko po rezerwacji dzień wcześniej, ostatnie wejście 15:00; park 6:00–22:00.
Zwiedzanie z przewodnikiem (z parkiem) 35 zł / ulgowy 27 zł; pakiet z lochami i wieżą zegarową 40/32 zł; park 8/5 zł; lochy lub wieża 6 zł; przewodnik EN/DE/UA +200 zł/grupa.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026