Burgen
Vier Türme namens Göttlicher, Päpstlicher, Königlicher und Adeliger Turm — in Krasiczyn erzählt die Architektur von einer göttlich geordneten Welt. Die Renaissance- und manieristische Residenz im Grundriss eines Vierecks baute um 1600 Stanisław Krasicki; sein Sohn Marcin erweiterte sie in den Jahren 1598 bis 1633 zu einer befestigten Residenz mit Attiken, Arkadengängen und Sgraffito-Schmuck.
Die Namen der Bastionen spiegelten die Rollen von Kirche, Papst, König und Adel wider. Der Päpstliche Turm beherbergte Zimmer für hohe Kirchendignitäre — der päpstliche Nuntius Cosimo de Torres war hier vermutlich zu Gast und überreichte in der Kapelle des Göttlichen Turms ein vom Papst gesegnetes Schwert.
Bis 1687 blieb das Schloss in den Händen der Krasickis. 1726 plünderten Russen und Kosaken die Anlage, verwüsteten den Päpstlichen Turm, und beim Wiederaufbau verdeckte Putz die Sgraffiti. Ab 1834 gehörte das Schloss den Sapiehas — hier wurde Kardinal Adam Stefan Sapieha geboren. Die Familie pflanzte für jedes neugeborene Kind einen Baum im Park: eine Eiche für einen Sohn, eine Linde für eine Tochter — sie wachsen bis heute. Nach einem Brand 1852 wurde das Schloss wieder aufgebaut, nach 1928 von Adolf Szyszko-Bohusz restauriert.
Das Herz der Residenz ist der arkadenumstandene Innenhof mit erhaltenen Fragmenten der Sgraffito-Dekoration. Seit dem 20. April 2018 trägt das Schloss den Status eines Denkmals von historischer Bedeutung (Pomnik Historii). Hier wurden Szenen von "Pan Tadeusz" gedreht, aber auch der sowjetische Film "Wind aus dem Osten" (1940). Krasiczyn liegt bei Przemyśl; planen Sie 1 bis 2 Stunden für Schloss und Park ein.
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