Burgen
Diese spätrenaissancezeitliche Magnatenresidenz, erbaut 1591–1606 nach einem Entwurf von Santi Gucci für Rafał Leszczyński, ist eines der kostbarsten Denkmäler der Woiwodschaft Podkarpatien. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Königsschloss erhielt sie den Beinamen „Kleiner Wawel“, wegen der Eleganz ihrer Form den Titel Perle der Renaissance. Der Forscher Sławomir Odrzywolski schrieb im 19. Jahrhundert, das Schloss „kann sich getrost neben dem Schloss auf dem Wawel stellen“.
Das Schloss entstand als palazzo in fortezza: ein rechteckiger, dreigeschossiger Korpus mit runden Wehrtürmen an den Ecken, gekrönt von einer Attika. Im Zentrum liegt ein Innenhof mit zweigeschossigen Arkadenläufen und Kreuzgewölben — laut den Untersuchungen von Gerard Ciołek nach dem Goldenen Schnitt entworfen. Im Inneren haben sich unter anderem die Fächerstiege, die Tylman-Galerie von Tylman van Gameren und Skulpturen von Giovanni Battista Falconi erhalten.
Ein Brand 1849 verwüstete die Residenz; nach einem weiteren 1898 erfolgte der Wiederaufbau unter Leitung von Tadeusz Stryjeński — dabei entstanden die Glasfenster von Józef Mehoffer und ein Altargemälde von Jacek Malczewski. Nach 1945 diente das Schloss als Lagerhaus, bis in den Jahren 1959–1968 eine Restaurierung unter Prof. Alfred Majewski durchgeführt wurde.
Für Besucher zugänglich sind die Kellergewölbe mit dem größten Europas aus einem einzigen Baumstamm ausgehöhlten Einbaum sowie eine Rüstkammer. Um das Schloss erstreckt sich ein 14 Hektar großer Park mit Gärten im englischen, französischen und italienischen Stil. Die Innenräume dienten als Filmkulisse für „Barbara Radziwiłłówna“, „Klejnot wolnego sumienia“ und die Fernsehserie „Czarne chmury“.
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