Burgen
Die Backsteinburg über der Weichsel ließ Kasimir der Große nach dem litauischen Überfall von 1349 an der Stelle einer älteren Burgstadt errichten. Der König mochte die Residenz — er besuchte sie 18 Mal und verbrachte insgesamt 25 Monate hier. Im erhaltenen Flügel ist heute ein Museum untergebracht, und die Terrasse vor der Burg blickt auf die Weichselschleife, die auf vielen Gemälden zu sehen ist.
In der Nacht vom 2. auf den 3. April 1656 evakuierte sich die schwedische Besatzung auf dem Fluss und sprengte die Festung — mit 300 Zentnern Schießpulver. Die Explosion, sie erfolgte mitten unter den Plünderern, tötete rund 500 Menschen. Von der gesamten Anlage blieb nur der Westflügel erhalten, bis heute der älteste Teil des Gebäudes. Eine ruhigere Episode lohnt ebenfalls das Erinnern: 1478 wurde hier Barbara Jagiellonka geboren, die Tochter Kasimirs IV. Jagiello und spätere Herzogin von Sachsen.
Die zerstörte Residenz wurde in den Jahren 1680–1688 auf Betreiben von Jan III. Sobieski wiederaufgebaut, inklusive des repräsentativen Piano nobile. Nach den Teilungen richteten die Österreicher hier Gericht und Gefängnis ein — die Straffunktion bestand, mit Unterbrechungen, bis 1959. Seit 1986 beherbergen die Burgmauern das Schlossmuseum mit archäologischen und historischen Ausstellungen.
Die Burg steht auf dem Steilufer des Flusses, wenige Gehminuten von der Kathedrale und dem Opatower Tor entfernt — lässt sich leicht in einen Rundgang durch die Altstadt einplanen. Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang über die Uferpromenade und dem Aussichtspunkt an der Burg, von dem sich die mäandernde Weichsel am besten überblicken lässt.
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