Burgen
Die Burg Grodno thront auf dem Gipfel der Choina (450 m ü. M.) über dem Bystrzyca-Tal im Waldenburger Bergland. Die gotische Wehranlage ließ höchstwahrscheinlich Herzog Bolko I. von Schweidnitz-Jauer errichten, ihre ältesten Mauern werden jedoch mit der Herrschaft Bernhards von Schweidnitz verbunden. Seit 2008 gehört die Burg der Gemeinde Walim, die hier ein Museum betreibt und seit 2018 auch ein Hotel mit Restaurant.
Nach dem Tod der Herzogin Agnes von Habsburg fiel die Burg 1392 an die Böhmische Krone. Den größten Ausbau erlebte sie 1545–1587 unter Matthias von Logau: Die Anlage wuchs auf rund 170 m Länge und erhielt eine Vorburg mit Basteien. Der Dreißigjährige Krieg brachte schwedische Besatzung und Zerstörungen. Ab 1774 stand die Burg leer, 1789 stürzte Teile des Südflügels ein. Gerettet wurde sie durch Sicherungsarbeiten 1824 und 1868–1869 sowie durch das Jahr 1904, als die Sgraffiti erneuert und eine Schutzhütte mit Gasthaus eröffnet wurden.
Das Burgenmuseum besteht seit 1965 — erster Betreuer war die PTTK-Ortsgruppe aus Wałbrzych. Über Treppen gelangt man auf den Aussichtsturm, von dem sich die Kämme des Eulengebirges und des Waldenburger Berglandes sowie der Stausee Bystrzyckie am Fuß des Hügels überblicken lassen. Rund um die Burg führen Waldwege, darunter Routen am See entlang und zur ehemaligen Amphibolitgrube — Grodno lohnt eher einen Tagesausflug als einen kurzen Stopp.
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