Aussichtspunkte
Waldenburg, Niederschlesien
Jahrelang war die Borowa ein Gipfel ohne Aussicht – und zudem unterschätzt: In die Krone der polnischen Berge kam der benachbarte Chełmiec, weil man bei seiner Vermessung die Instrumente auf einem Turm aufgestellt hatte. Erst eine Korrektur zeigte, dass die Borowa rund 3 Meter höher ist. Seit dem 14. Dezember 2017 steht auf dem höchsten Gipfel des Waldenburger Berglands (853 m) ein stählerner Aussichtsturm, der das Sudetenpanorama wieder freigibt.
Die Borowa, auch Góra Czarna genannt (deutsch Schwarzer Berg), liegt an der Grenze zwischen Wałbrzych (Waldenburg) und Jedlina-Zdrój (Bad Charlottenbrunn) und ist der höchste Punkt beider Orte. Der polnische Name wurde 1949 amtlich eingeführt. Bis Anfang der 1990er-Jahre gab es am Gipfel eine Lichtung mit Aussicht, doch sie wuchs mit Fichten zu, und das Panorama verschwand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand hier ein hölzerner Vermessungsturm mit Beobachterplattform. Der Berg besteht aus vulkanischem Gestein – roten Rhyolithen und dunklen Trachybasalten (Melaphyren) – und liegt im Landschaftspark Waldenburger Sudeten.
Der Turm ist über 16 m hoch, aus Stahl, Holz und Beton gebaut und erinnert in seiner Form an eine Sanduhr; eine Wendeltreppe führt zur Plattform. Bei gutem Wetter sieht man die Hohe Eule (Wielka Sowa), das Ślęża-Massiv (Zobten), die Schneekoppe und sogar den Sky Tower in Wrocław. Neben dem Turm gibt es einen hölzernen Unterstand, Bänke, Fahrradständer und Infotafeln. Der Eintritt ist frei.
Die Borowa gehört zur Krone der Sudeten, zur Krone der polnischen Sudeten und zur Krone der niederschlesischen Berge. Nach Messungen von Wissenschaftlern der AGH Krakau ist der benachbarte Chełmiec 850,0 m hoch – und dennoch steht er in der Krone der polnischen Berge.
Auf den Gipfel führen u. a. ein Weg vom Bahnhof Wałbrzych Główny über die Borowa zum Kozia-Pass und der Aufstieg vom Kozia-Pass über den steilen „Pfad der Qual“ (Ścieżka przez mękę) – den schwierigsten, steinigen Zugang, für den Sie gute Schuhe brauchen. Die bequemste Basis ist Jedlina-Zdrój. Planen Sie für Auf- und Abstieg 2–3 Stunden ein und wählen Sie einen klaren Tag – bei Dunst sehen Sie weder Schneekoppe noch Wrocław. Im Winter können die Turmtreppen vereist sein.
Eintritt frei
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