Landschaftsparks
Stara Wieś, Łódź
Die Warthe beschreibt hier eine große Schleife durch die Kalkhügel des Wieluń-Hochlands, und an ihren Ufern pulsieren Quellen, die ihr Wasser abwechselnd aus einer Felsspalte und aus dem Grund eines Altarms drücken. Der Landschaftsschutzpark Załęcze, gegründet am 5. Januar 1978 als erster Park dieser Art in Mittelpolen, schützt dieses Stück Jura-Landschaft auf 14.750 ha. Ein Ziel für alle, die Kanu, Fahrrad und stille Wege dem Trubel bekannterer Jura-Orte vorziehen.
Herzstück des Parks ist der Załęcze-Bogen der Warthe, eine weite Flussschleife, dazu zwei Durchbruchstäler durch das Wieluń-Hochland: bei Działoszyn und bei Krzeczów. Der größte Teil liegt in der Woiwodschaft Łódź, kleinere Teile in den Woiwodschaften Oppeln und Schlesien. Rund 53 % sind Wald, meist Kiefer, aber mit wertvollen Beständen lichten Eichenwalds bei Niżankowice und Buchenwald im Südwesten. Karsterscheinungen sind häufig: Dolinen, Trockentäler und Höhlen.
Am Berg Zelce im Naturschutzgebiet Węże liegen mehr als ein Dutzend Höhlen, darunter Stalagmitowa (110 m Gänge), Niespodzianka und die dreistöckige Za Kratą. Die längste der Gegend ist Szachownica I am Krzemienna Góra mit rund 600 m Gängen. Lohnende Naturdenkmäler:
Die Flora von Park und Pufferzone umfasst fast 770 Taxa Gefäßpflanzen, darunter Dach-Hauswurz, Braunstieliger Streifenfarn und Rundblättriger Sonnentau. Nachgewiesen sind rund 130 Vogelarten, etwa Eisvogel, Wiedehopf und Gänsesäger, an der Warthe leben Biber und Fischotter. Zu den Kulturdenkmälern zählen zwei Fürstenhügelgräber aus dem 2.–3. Jahrhundert n. Chr. in Przywóz, eine hölzerne Wassermühle in Kępowizna von 1910–1912 und alte Kalköfen bei Działoszyn. Knapp außerhalb des Parks stehen Holzkirchen vom Wieluń-Typ, etwa in Popowice, die ganz ohne Nägel gebaut wurde.
Am besten mit Fahrrad oder Kanu. Drei markierte Radrundwege, die Krzeczów-Schlucht-Route (20,5 km), die Załęcze-Bogen-Route (26,5 km) und die Route der Warthe-Landschaften (31,9 km), queren die Brücken über die Warthe und führen an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei. Wanderer folgen dem roten Weg des Wieluń-Jura von Wieluń über Załęcze Wielkie nach Działoszyn oder dem schwarzen Weg der Fürstenhügel. Kanuten paddeln oft die Strecke von Bobrowniki nach Załęcze Wielkie (etwa 10 km).
Załęcze Wielkie ist ein guter Ausgangspunkt, dort beginnen mehrere Lehrpfade. Für einen Tag empfiehlt sich die Route der Warthe-Landschaften, die an Wronia Woda, Genovefa-Berg, Żabi Staw und den Granatowe Źródła vorbeiführt. Die Höhlen im Schutzgebiet Węże sollten Sie nur von außen betrachten und nicht ohne Vorbereitung und Ausrüstung betreten: Sie stehen unter Schutz, und im Park leben über ein Dutzend Fledermausarten. Im Frühjahr und Frühsommer lohnt ein Fernglas, und auf den sandigen Waldwegen ist ein Rad mit breiteren Reifen von Vorteil.
Eintritt frei
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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