Berge & Gipfel
Ein Gang durch die Dylew-Hügel ist die gebirgigste Landschaft, die Ermland und Masuren zu bieten haben: von Schluchten durchzogene Moränenhügel, Buchenwälder und die Dylewska Góra mit 312 m ü. M. — die höchste Erhebung Nordostpolens. Das gesamte Gebiet schützt der Landschaftspark der Dylew-Hügel, dessen Ränder bis in die Nähe des Tannenberg-Schlachtfelds reichen.
Die Dylewska Góra fällt durch eine Schartenhöhe von 194 m auf — für Flachland beeindruckende Proportionen. Auf dem Gipfel steht ein hölzerner Aussichtsturm; bei gutem Wetter reicht die Panorama bis in die russische Oblast Kaliningrad, obwohl Bäume die westliche und nördliche Richtung verstellen. Etwa 150 m vom Gipfel erhebt sich ein 37 Meter hoher Beton-Feuerwachturm der Staatsforsten, 100 m weiter wurde 2015 ein Findlings-Lapidarium angelegt — Steine, die der Gletscher vor rund 15.000 Jahren aus Skandinavien mitbrachte, jeder mit einer Tafel zur Herkunft versehen.
2 km von der Dylewska Góra liegt der Franzosensee (Sałk) — ein winziger Naturschutzsee von gerade einmal 3 ha, der der Legende nach seinen Namen von hier ertrunkenen französischen Soldaten hat. In Glaznoty lohnt sich der Blick auf den Eisenbahnviadukt vom Anfang des 20. Jahrhunderts, der stattlichste von Dutzenden Brücken der hügeligen Bahnstrecke, sowie auf den Krąg Kultur an der ehemaligen evangelischen Kirche — zeitgenössisch behauene Steine erzählen von Kelten, Goten und Prußen. In Kraplew wartet die historische Fachwerkkirche, meist für Besucher geöffnet.
Bequeme Ausgangspunkte sind Ostróda (17 km) und Olsztynek (23 km) mit seinem Freilichtmuseum. Durch die Hügel führt der Lehrpfad „Góra Dylewska”; am besten erkunden Sie das Gelände zu Fuß oder mit dem Rad — die Wege sind schmal und die Anstiege steil.
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