Kirchen & Klöster
Die evangelische Kirche in Ostróda ist ein neugotischer Backsteinbau aus den Jahren 1907–1909 nach Plänen des Berliner Architekten Oskar Hossfeld. Sie steht auf einer Böschung über der Altstadt und dem Drewenzsee; ihr markanter Turm mit Doppelhelm gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Der Besuch verbindet Architektur, Religionsgeschichte und Aussicht.
Die Kirche besitzt drei Schiffe, ein Querschiff und die Form einer von der Frühgotik inspirierten Pseudohalle. Im Inneren sieht man hölzerne Emporen, einen mit der Kanzel verbundenen Altar, neugotische Details und eine Orgel der Firma Wittek aus Elbląg. Das Gebäude wird von methodistischen und evangelisch-augsburgischen Gemeinden gemeinsam genutzt — ein Teil seiner Nachkriegsgeschichte.
Der Turm ist nicht automatisch bei jedem Kirchenbesuch geöffnet. Wenn der Aussichtspunkt zugänglich ist, führen etwa 105 Stufen nach oben; unterwegs sieht man das Pendeluhrwerk und die Glocken. Vom Gipfel blickt man auf Ostróda und den Drewenzsee. Bestätigen Sie aktuelle Öffnungszeiten und Termine bei der Gemeinde oder dem Veranstalter.
Die Kirche liegt in der Sienkiewicza-Straße nahe dem Zentrum. Sie ist ein aktiver Kirchenraum; besichtigen Sie das Innere daher außerhalb der Gottesdienste und respektvoll. Für Kirche und Turm, falls geöffnet, sind etwa 45–90 Minuten sinnvoll. Gut kombinierbar mit einem Spaziergang am See und durch die Altstadt von Ostróda.
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