Nationalparks
Jeziory, Großpolen
Der Nationalpark Großpolen (Wielkopolski Park Narodowy) liegt nur rund 15 km südlich von Posen (Poznań) an der Warthe und ist ohne Eintritt zugänglich: Wälder, eiszeitliche Rinnenseen, Moränenhügel und riesige Findlinge auf engem Raum. Mit etwa 1,2 Millionen Besuchern im Jahr ist er das Naherholungsgebiet der Großstadt schlechthin. Besonders lohnend sind das Jezioro Góreckie mit der Schlossruine auf der Insel und das kleine Naturmuseum in Jeziory.
Gegründet wurde der Park am 16. April 1957. Die Idee stammte vom Posener Botaniker Prof. Adam Wodziczko, der sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg für den Schutz dieser Landschaft einsetzte. Heute umfasst der Park 7.584 Hektar zwischen Luboń, Stęszew und Mosina; 18 streng geschützte Zonen (zusammen rund 260 ha) bleiben ganz sich selbst überlassen.
Die Landschaft ist ein Lehrbuch der letzten Eiszeit: Seen in langen Schmelzwasserrinnen, Moränen, Oser und Findlinge, die das Inlandeis aus Skandinavien herantransportierte. Über 900 Gefäßpflanzenarten und mehr als 220 Vogelarten wurden nachgewiesen. Im Herbst rasten Tausende Gänse und andere Wasservögel auf den Seen.
Ein Stück deutscher Geschichte, sachlich erzählt: Das Gebäude der Parkverwaltung, in dem das Museum untergebracht ist, entstand im Zweiten Weltkrieg als Residenz von Arthur Greiser, dem Reichsstatthalter im „Reichsgau Wartheland“. Nach dem Krieg diente es als Kinderheilstätte.
Ein dichtes Netz markierter Wander-, Rad- und Reitwege durchzieht den Park. Klassiker ist der rote Wanderweg vom Bahnhof Puszczykówko über Jeziory am Jezioro Góreckie entlang zur Osowa Góra. Die Parkverwaltung beschreibt zudem Rundwege wie die 8,4 km lange Route „Prof. Adam Wodziczko“ ab Osowa Góra.
Erlaubt ist das Wandern nur auf markierten Wegen, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Hunde müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Pflanzen und Pilze dürfen nicht gesammelt werden.
Stand: Oktober 2026:
Für Familien eignet sich die kurze Runde von Jeziory ans Ufer des Jezioro Góreckie mit anschließendem Museumsbesuch – die Aquarien und die Eiszeit-Abteilung kommen bei Kindern gut an, Kinder bis drei Jahre sind frei. Das Museumsgebäude hat eine Rampe am Haupteingang und Behindertenparkplätze direkt davor. Im Gelände sind die Wege dagegen oft unbefestigt und hügelig, mit dem Kinderwagen also eher kurze Abschnitte einplanen.
Von Berlin erreichst du Posen mit dem Zug in rund drei Stunden, mit dem Auto über die A2 ähnlich schnell. Von Posen fahren Regionalzüge auf der Strecke nach Breslau (Wrocław) bis Puszczykówko; von dort führt die ul. Dworcowa in Richtung Jeziory. Mit dem Auto geht es über die Kreisstraße Komorniki–Jeziory–Puszczykowo zum Hauptparkplatz vor der Verwaltung.
Ja, für ruhige Waldspaziergänge: Der Park ist ganzjährig offen, das Museum hat im Winter 2026/27 aber nur werktags geöffnet. Uferwege können glatt sein, das Betreten der Eisflächen ist verboten. Baden im Jezioro Góreckie ist seit 1995 untersagt; im Sommer gibt es kommunale Badestellen, etwa am Jezioro Łódzko-Dymaczewskie, Jarosławieckie und Chomęcickie. Am schönsten ist der Park im Mai und Oktober.
Park dostępny przez cały rok od świtu do zmierzchu; Muzeum Przyrodnicze: pn.–pt. 8:00–14:00, sob. nieczynne, niedz. 11:00–18:00 tylko od 1 IV do 30 IX.
Wstęp do parku bezpłatny; Muzeum Przyrodnicze 10 zł, ulgowy 5 zł, z KDR 3 zł; parkingi WPN 7 zł/2 h, 12 zł/dzień (stan X 2026).
Jeziory 1, 62-050 Mosina (siedziba dyrekcji i Muzeum Przyrodnicze WPN)
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Geprüft: Oktober 2026