Paläste
Rogalin, Großpolen
Das Schloss Rogalin (Pałac w Rogalinie) an der Warthe, rund 20 km südlich von Posen (Poznań), war der Landsitz der Grafen Raczyński und ist heute eine Abteilung des Nationalmuseums Posen. Ein Besuch verbindet drei Sehenswürdigkeiten: die Schlossräume mit Erinnerungen an einen polnischen Exilpräsidenten, eine Gemäldegalerie mit Jan Matejkos riesiger „Jungfrau von Orléans“ und die berühmten uralten Eichen im Park. Anders als viele Schlösser in Polen ist Rogalin auch im Winter geöffnet.
Kazimierz Raczyński ließ das Schloss 1770–1776 als spätbarocke Anlage entre cour et jardin errichten – zwischen Ehrenhof und Garten. Spätere klassizistische Elemente werden den Architekten Dominik Merlini und Jan Chrystian Kamsetzer zugeschrieben. Edward Raczyński legte den Landschaftspark an und baute 1820 die Kirche St. Marcellinus, eine Nachbildung des römischen Tempels Maison Carrée in Nîmes, mit der Familiengruft darunter.
1910 entstand für die Gemäldesammlung von Edward Aleksander Raczyński ein eigener Galeriebau im sachlichen Jugendstil. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die deutschen Besatzer das Schloss als Schule der Hitlerjugend. Nach dem Krieg wurde es Teil des Nationalmuseums Posen. 1990 übergab der letzte Erbe, Edward Bernard Raczyński – Diplomat und Präsident der Republik Polen im Londoner Exil –, Schloss und Park der Raczyński-Stiftung; das Museum betreibt die Anlage weiter. 2007–2009 und 2013–2015 wurde sie mit norwegischen und EU-Mitteln umfassend restauriert. Seit 2018 ist das Schlossensemble ein Pomnik Historii (Geschichtsdenkmal Polens), 2020 wurde der Schutz auf das frühere Gut ausgedehnt.
Rogalin besitzt das größte Vorkommen uralter Stieleichen in Europa: Im Warthetal zwischen Świątniki und Rogalinek wachsen rund 1400 Baumveteranen. Die drei berühmtesten heißen Lech, Czech und Rus – nach den Brüdern aus der Sage, die als Stammväter der Polen, Tschechen und Ruthenen gelten. Rus hat einen Stammumfang von rund 9 m; nach neueren Schätzungen anhand einer Bohrprobe könnte er über 800 Jahre alt sein. Die Eichen stehen seit 1948 als Naturdenkmäler unter Schutz, doch einige sterben ab – wegen sinkenden Grundwassers und des Großen Eichenbocks. Am Schloss wächst ein im nahen Kórnik gezüchteter Klon von Rus.
Von Berlin kommst du über die A2 nach Posen, von dort sind es noch etwa eine halbe Stunde über Mosina und die Landesstraße 431. Kostenlose Parkplätze für Pkw und Busse liegen entlang der Straße 431 und hinter dem Lebensmittelgeschäft in der ul. Poznańska; ein kostenpflichtiger Parkplatz befindet sich an der Kastanienallee. Das Museum ist rollstuhlgerecht, mit barrierefreien Toiletten und Behindertenparkplätzen. Adresse: ul. Arciszewskiego 2, 62-022 Rogalin.
Unbedingt. Plane 2,5 bis 3 Stunden für Schloss, Galerie und Remise ein und eine weitere Stunde für den Spaziergang zu den Eichen und zur Kirche. Ideal ist die Kombination mit Schloss Kórnik wenige Kilometer östlich – beachte aber, dass Kórnik im Winter geschlossen ist, während Rogalin geöffnet bleibt.
Zeiten gültig bis 30. Juni 2027
Muzeum wt–nd 9:00–16:00 (kasa 8:30–15:30, przerwa 12:30–12:45), pon. nieczynne; czynne także zimą; park X 9–18 (po zmianie czasu 9–17:30), XI–II 9–16:30.
Karnet 45 zł / 30 zł ulgowy; pałac 20/13 zł, galeria malarstwa 20/13 zł, skrzydło północne 8/5 zł, powozownia 8/5 zł, ogród i park 5/2 zł; wtorki bezpłatnie; 1 zł dla osób 8–26 lat.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
GetYourGuide
Erlebnisse, Tickets und Touren in Rogalin — online buchbar.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Schloss Rogalin.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026