Technikdenkmäler
Kattowitz, Schlesien
Als das Modell der geplanten Halle in Katowice 1960 auf den Titelseiten europäischer Architekturzeitschriften erschien, bat das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Rom darum, es für eine Kunstausstellung auszuleihen. Elf Jahre später „landete“ die fliegende Untertasse am heutigen Kreisverkehr General Jerzy Ziętek – und ist bis heute das bekannteste Gebäude der Stadt. Der Spodek (polnisch für „Untertasse“) ist eine Sport- und Veranstaltungshalle in Form eines umgedrehten Kegelstumpfs, eröffnet am 8. Mai 1971.
1959 wurde ein Wettbewerb für eine regionale Sport- und Veranstaltungshalle ausgeschrieben. Es gewann ein Team eines Warschauer Planungsbüros mit den Architekten Jerzy Hryniewiecki, Maciej Gintowt und Maciej Krasiński; Ideengeber und Konstrukteur war der Ingenieur Wacław Zalewski. Ursprünglich sollte die Halle in einem Park im benachbarten Chorzów stehen, doch der regionale Parteichef Jerzy Ziętek holte sie näher ins Zentrum von Katowice – auf ein Gelände, auf dem im 19. Jahrhundert Zinkhütten arbeiteten. Der Bau 1964–1971 verlief nicht reibungslos: 1966 rissen zwei Stützpfeiler, die Arbeiten wurden gestoppt, und erst eine wissenschaftliche Kommission entschied im Januar 1967 den Streit um die Berechnungen zugunsten der Planer. Die Eröffnung fand zum 50. Jahrestag des Dritten Schlesischen Aufstands statt, mit über 12.000 Gästen.
Das Dach des Spodek war eines der ersten weltweit nach dem Tensegrity-Prinzip: 120 Seile spannen sich strahlenförmig über die Zuschauerränge zu einem Stahlring in der Mitte und sind in einem starren äußeren Ring verankert. Die Spannweite des Kegels beträgt 126 m. Die Fassade bedecken rund 30.000 Aluminiumschuppen im Rautenmuster – ursprünglich waren sie aus Faserzement. Schauen Sie sich die Details aus der Nähe an: Auf den Terrassen wurden Klinker und gewaschene Flusskiesel verwendet, den Dachüberstand ziert zerstoßenes weißes Porzellan.
Hier spielten unter anderem Metallica – die am 10. Februar 1987 ihr erstes Konzert in Polen gaben –, Tina Turner, Elton John und Kraftwerk; die polnische Band Dżem nahm hier 1992 das Livealbum „Wehikuł czasu – Spodek ’92“ auf. In dieser Halle schlug Polen bei der Eishockey-WM 1976 die UdSSR, die polnischen Basketballerinnen wurden 1999 Europameisterinnen und die Volleyballer 2014 nach einem Finale gegen Brasilien Weltmeister.
Heute bildet der Spodek zusammen mit dem Internationalen Kongresszentrum (über eine unterirdische Passage verbunden), dem Sitz des Nationalen Sinfonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR) und dem Schlesischen Museum die Kulturzone auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Katowice“. Auf der anderen Seite der Allee steht das Denkmal der Schlesischen Aufständischen aus derselben Zeit. Am 13. Mai 2025 wurde der Spodek unter Denkmalschutz gestellt, nachdem Pläne zum Abriss seiner Treppen und Terrassen bekannt geworden waren.
Von außen können Sie den Bau jederzeit kostenlos besichtigen; am eindrucksvollsten wirkt er in der Dämmerung, wenn die Schuppen im Licht schimmern. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist Katowice Rondo. Führungen durch das Innere gibt es nur zu festen Terminen – Details auf spodekkatowice.pl. Für einen Rundgang um den Spodek und durch die Kulturzone sollten Sie etwa eine Stunde einplanen; mit mehr Zeit lohnt sich das Schlesische Museum.
arena działa w godzinach wydarzeń; zwiedzanie z przewodnikiem tylko w wybranych dniach — sprawdź kalendarz na stronie; siłownia codziennie 07:00–22:00, basen 08:00–21:00
dzieci do lat 7 bezpłatnie; zwiedzanie z przewodnikiem tylko w wyznaczonych terminach, rejestracja: zwiedzanie@spodekkatowice.pl; do 25 września 2026 r. przerwa remontowa
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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