Museen
Chabówka, Kleinpolen
In Chabówka bei Rabka stehen über 100 historische Schienenfahrzeuge, und einige davon fahren noch. Es ist die größte Sammlung historischer Eisenbahnfahrzeuge in Polen und einer der wenigen Orte, an denen man Dampfloks nicht nur sieht, sondern auch hört und riecht. Im Juli 2026 begann für die Einrichtung, die 33 Jahre lang als Freilichtmuseum für Schienenfahrzeuge (Skansen Taboru Kolejowego) bekannt war, ein neues Kapitel unter dem Namen Parowozownia Chabówka – Bahnbetriebswerk Chabówka. Für Familien und Technikfans ist sie einer der lohnendsten Stopps auf dem Weg in die Tatra.
Der Bahnhof Chabówka wurde am 16. Dezember 1884 eröffnet, von Anfang an mit einem Lokschuppen. Nach der Eröffnung der Strecke nach Zakopane 1899 wurde Chabówka zum Eisenbahnknoten. Im Januar 1945 zerstörten abziehende deutsche Truppen Bahnhof und Betriebswerk, die 1947 wieder aufgebaut wurden. In der Blütezeit waren hier rund 80 Dampfloks stationiert, die Züge nach Krakau, Nowy Sącz und Zakopane zogen.
Mitte der 1980er-Jahre, als die Dampftraktion aus den Fahrplänen verschwand, begann man historische Fahrzeuge zu sammeln. 1991 wurde auf Initiative von Paweł Zaleski, dem Leiter des Lokomotivbetriebs in Sucha Beskidzka, die Gründung eines Museums beschlossen; feierlich eröffnet wurde es am 11. Juni 1993. Betreiber war lange die Güterbahn PKP Cargo. 2026 gründeten PKP S.A. und PKP Intercity die Stiftung „Parowozownia Chabówka“, die die Sammlung übernimmt; das Stiftungskapital beträgt 6,4 Mio. PLN.
Laut PKP Intercity umfasst die Sammlung über 100 Fahrzeuge: 17 betriebsfähige (darunter 3 aktive Dampfloks), 33, die auf Fristarbeiten warten, und 53 reine Ausstellungsstücke. Auf den Gleisen sehen Sie:
Fahrzeuge aus Chabówka standen schon vor der Kamera, unter anderem in „Schindlers Liste“ und „Das Massaker von Katyn“. Seit 2004 gibt es öffentliche Fahrten mit Dampflok, und seit 2005 findet jeden August die Parowozjada statt, eine Parade betriebsfähiger Dampflokomotiven. In der Saison 2026 fuhren die Nostalgiezüge an Sommersonntagen und Feiertagen auf der Strecke Chabówka – Rabka-Zdrój – Rabka Zaryte – Jordanów, mit einer eingeplanten Pause für den Museumsbesuch.
Für den Rundgang sollten Sie 1,5–2 Stunden einplanen, mit einer Nostalgiefahrt einen halben Tag. Das Museum liegt direkt am Bahnhof Chabówka und ist daher auch mit dem Zug erreichbar. Die Ausstellung befindet sich größtenteils im Freien – bequeme Schuhe und Regenschutz sind sinnvoll. Da die Einrichtung gerade den Betreiber wechselt, prüfen Sie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Termine der Nostalgiezüge vor der Reise in den aktuellen Mitteilungen der Parowozownia.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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