Wasserfälle
Zakopane, Kleinpolen
Die Siklawa (Wielka Siklawa) ist mit etwa 65 bis 70 m der höchste Wasserfall Polens: Das Wasser des Großen Teichs (Wielki Staw) stürzt hier in der Hohen Tatra in das Roztoka-Tal. Wer Sehenswürdigkeiten in der Tatra sucht, findet hier ein beeindruckendes Ziel, das du ohne Klettern zu Fuß erreichst. Am schönsten ist sie nach Regen oder bei Sonne, wenn im Sprühnebel Regenbögen entstehen.
Der Wasserfall stürzt über eine Felsstufe, die Teichwand (Ściana stawiarska), die das Tal der Fünf Polnischen Teiche (Dolina Pięciu Stawów Polskich) vom Roztoka-Tal trennt. Die Wand ist etwa 35 Grad geneigt, das Wasser teilt sich je nach Pegel des Sees in mehrere Arme. Die Siklawa ist der größte Wasserfall der Tatra und der höchste Polens, nicht aber der höchste der Tatra: Das ist die Ciężka Siklawa (Schwere Siklawa) in der Slowakei. Die Tatra bilden die Grenze zur Slowakei; die Siklawa liegt auf polnischer Seite im Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy).
Schon im frühen 19. Jahrhundert unternahmen Besucher Ausflüge hierher; Seweryn Goszczyński beschrieb sie 1832.
Die klassische Route beginnt an den Wodogrzmoty Mickiewicza (Mickiewicz-Wasserfälle) an der Straße zum Morskie Oko (Meerauge) und folgt dem grünen Weg durch das Roztoka-Tal. Rechne mit etwa 2 Stunden 5 Minuten bergauf und etwa 1 Stunde 40 Minuten bergab. Das Tal hat einen breiten Weg; nach rund 1 Stunde 25 Minuten kommst du an eine Gabelung: Der grüne Weg biegt rechts ab, führt an der Bacowa Wanta vorbei und erreicht den Wasserfall und das Tal der Fünf Teiche in etwa 45 Minuten. Der schwarze Weg geht links in Serpentinen durch Latschenkiefern zur Berghütte.
In der Nähe des Wasserfalls quert der Weg glatte Felsplatten, die Danielki. Sie sind rutschig und bei Eis gefährlich: 1924 kam hier der Bergführer Jan Gąsienica Daniel ums Leben, nach dem die Stelle benannt ist. Bleib auf dem Weg und betritt keine nassen Felsen.
Am eindrucksvollsten ist der Wasserfall von Spätfrühling bis Herbst, besonders nach Regen. Im Winter wird der Weg wegen Lawinengefahr manchmal gesperrt, die Wand vereist. Prüfe immer die Touristenmitteilung und den Lawinenbericht des TPN. Vom 1. März bis 30. November ist das Gehen auf den Wegen von der Dämmerung bis zum Morgengrauen verboten, plane die Rückkehr also vor Einbruch der Dunkelheit. Trage feste Schuhe; ab dem Herbst brauchst du weiter oben eventuell Steigeisen und Helm, Turnschuhe reichen nicht.
Das Roztoka-Tal ist rund 4,4 km lang und führt von der Mündung des Bachs in die Białka bis unter die Teichwand. Du startest an den Wodogrzmoty Mickiewicza, Kaskaden von 3 bis 10 m Höhe (Oberer, Mittlerer und Unterer Fall), die 1891 nach Adam Mickiewicz benannt wurden. Danach folgt ein breiter Weg dem Bach, über dem Tal hängen Felsstufen wie die Świstówka Roztocka. Unterhalb der Berghütte fährt eine Materialseilbahn für die Versorgung, sie ist aber nicht für Touristen gedacht. Starte früh am Morgen, damit du vor der Dämmerung zurück bist, nimm Proviant und eine warme Schicht mit, denn am Wasserfall ist es kühler als am Parkplatz, und trinke kein unbehandeltes Bachwasser. Verlasse bei Gewitter offenes Gelände, denn die Umgebung von Bächen ist dann besonders gefährlich.
Der Eintritt in den Tatra-Nationalpark kostet 11 PLN (normal), 5,50 PLN (ermäßigt) oder 55 PLN für ein 7-Tage-Ticket; Kinder unter 7 Jahren sind frei. Tickets gibt es online auf tpn.gov.pl, an den Parkeingängen oder per QR-Code; speichere die Bestätigung auf dem Handy, denn der Empfang kann schlecht sein. Hotline für E-Tickets: +48 885 989 427 (täglich 7:00 bis 13:00 Uhr, außer feiertags), ebilety@tpn.pl. Die Beschilderung ist überwiegend polnisch; Hinweise auf deutschsprachige Informationen vor Ort haben wir nicht gefunden.
Der nächste Startpunkt ist der TPN-Parkplatz Palenica Białczańska, für den ein Park-E-Ticket nötig ist. Von Zakopane fährst du mit dem Minibus oder dem vom TPN organisierten Transport (siehe tpn.gov.pl). Zakopane liegt etwa 100 km südlich von Krakau (Kraków), dem nächsten großen Flughafen. Der Wasserfall selbst liegt in der Gemeinde Bukowina Tatrzańska, nahe den Wodogrzmoty Mickiewicza.
Unterwegs passierst du die Wodogrzmoty Mickiewicza, eine Reihe kleiner Kaskaden, die 1891 zu Ehren des Dichters Adam Mickiewicz benannt wurden. Weiter oben warten das Tal der Fünf Polnischen Teiche mit der Berghütte und der Weg zum Morskie Oko.
Dostęp całoroczny szlakiem; w sezonie 1 marca - 30 listopada obowiązuje zakaz chodzenia po szlakach od zmierzchu do świtu; zimą odcinek bywa zamykany z powodu lawin.
Bilet wstępu do TPN: 11 zł normalny, 5,50 zł ulgowy, 55 zł tygodniowy (27,50 zł ulgowy); dzieci do 7 lat bez opłaty; psy zakazane.
Dolina Roztoki, Tatrzański Park Narodowy (szlak zielony z Wodogrzmotów Mickiewicza)
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Geprüft: Oktober 2026