Märkte & Altstädte
Der Marktplatz von Schweidnitz ist das Herz eines städtebaulichen Ensembles, das Fachleute als das wertvollste in ganz Niederschlesien einstufen und die Altstadt mit Krakau und Thorn vergleichen. Der Krieg verschonte die Stadt, sodass Bürgerhäuser mit Relikten gotischer Mauern in gutem Zustand überdauerten und nach der Sanierung eine reiche Farbpalette zeigen.
In der Mitte des Platzes steht das Rathaus, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert und die Zeit des Fürstentums Schweidnitz-Jauer zurückreicht. Im gotischen Inneren hat sich die Ratsstube mit Kreuzrippengewölbe und Spuren mittelalterlicher Malerei erhalten; ab 1663 diente sie als Kapelle. Am Rynek 37 arbeitet das Museum des Alten Kaufmannstums (gegründet 1967) mit alten Kassen, Waagen und Rekonstruktionen historischer Ladeneinrichtungen. Der Rathausturm — nach seinem Einsturz 1967 — wurde 2012 wiederaufgebaut; die obere Terrasse liegt bei fast 40 Metern, bei gutem Wetter sieht man die Zobten und die Schneekoppe.
Auf dem Platz stehen die barocke Dreifaltigkeitssäule von 1693 aus rotem Sandstein, gestiftet vom Schweidnitz-Jauerer Landeshauptmann Joachim von Sinzendorf, und der Neptunbrunnen von 1732.
Rund um den Markt gibt es Cafés und Restaurants, und ein Besuch lässt sich hervorragend mit der Friedenskirche (0,5 km) verbinden, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Zum Turm gelangt man von der Wewnętrzna-Straße — die untere Terrasse hat einen Aufzug, zwei Treppenläufe führen nach oben.
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