Märkte & Altstädte
Schweidnitz, Niederschlesien
Der Marktplatz von Schweidnitz (Świdnica) gehört zu den schönsten erhaltenen Altstadtplätzen Niederschlesiens. Farbige Barockhäuser, das Rathaus mit seinem wiederaufgebauten Aussichtsturm, vier Brunnen aus dem 18. Jahrhundert und die Dreifaltigkeitssäule machen den Rynek zu einem der Höhepunkte der Region. Weil die Stadt im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde, spazierst du hier durch echte historische Bausubstanz — und die Friedenskirche, UNESCO-Welterbe, liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
Schweidnitz liegt rund 55 km südwestlich von Breslau (Wrocław). Von Görlitz bist du über die A4 in etwa zwei Stunden da, von Dresden in gut drei Stunden. Der Rynek ist weitgehend Fußgängerzone; parke am besten auf einem der gebührenpflichtigen Plätze rund um die Altstadt. Ideal ist die Kombination mit Schloss Fürstenstein (Książ) oder der Friedenskirche in Jauer (Jawor).
Keimzelle des Rathauses war ein Kaufhaus, das 1291 erwähnt wird und in den Jahren 1329–1336 zum Sitz des Rates umgebaut wurde. Brände 1393, 1528 und 1716 erzwangen immer neue Wiederaufbauten; das heutige barocke Erscheinungsbild stammt aus den Jahren 1717–1720. Im Rathaus zeigt das Museum des alten Kaufmannswesens (Muzeum Dawnego Kupiectwa) rekonstruierte Laden- und Apothekeneinrichtungen, historische Waagen und Messgeräte. In der Ratsstube aus dem 16. Jahrhundert ist eine Renaissance-Bemalung von 1537 zu sehen, die erst 1975 freigelegt wurde.
Der barocke Turm von 1763–1765 stürzte am 5. Januar 1967 bei unsachgemäß geführten Bauarbeiten ein. Über vierzig Jahre blieb das Rathaus ohne Turm. In den Jahren 2010–2012 entstand ein neuer, rund 58 Meter hoher Stahlbetonturm nach dem Vorbild des alten, eröffnet im November 2012. Oben warten zwei Aussichtsebenen: eine verglaste, die du mit dem Aufzug erreichst, und eine offene Terrasse über Treppen. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Riesengebirgsvorland und zum Zobten (Ślęża). Das Fernrohr auf der Terrasse ist kostenlos.
Auf dem Platz stehen vier Brunnen aus dem 18. Jahrhundert: der Neptunbrunnen (1732) mit Triton und Seepferden, der Atlasbrunnen (1716) sowie zwei Schalenbrunnen, „Großer“ und „Kleiner Teller“ genannt. Alle wurden 2018 restauriert. Die Dreifaltigkeitssäule von 1693 aus rotem Sandstein stiftete der Landeshauptmann Johann Joachim von Sinzendorf. Ein beliebtes Fotomotiv ist das grüne Jugendstil-Eckhaus an der Grodzka 1 mit der Hermes-Figur auf der Kuppel.
Stand: Oktober 2026:
Bezahlt wird in Złoty (PLN). Die Beschriftungen im Museum sind überwiegend polnisch, eine Übersetzungs-App hilft weiter. Die Touristeninformation findest du direkt am Markt (Rynek 39-40).
Auf jeden Fall, besonders in Verbindung mit der Friedenskirche. Plane für Platz, Turm und Museum zwei bis drei Stunden ein. Der Platz ist eben und kinderwagentauglich; die verglaste Turmebene ist per Aufzug erreichbar, die offene Terrasse nur über Treppen. Gleich in der Nähe steht die gotische Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel, deren Turm der höchste Kirchturm Schlesiens ist.
Rynek dostępny całą dobę; wieża ratuszowa cały rok wt.–ndz. 10:00–18:00 (ostatnie wejście 17:45, w poniedziałki zamknięta); Muzeum Dawnego Kupiectwa od października do kwietnia wt.–pt. 10:00–16:00, sob.–ndz. 11:00–17:00 (maj–wrzesień wt.–pt. do 17:00).
Rynek bezpłatny; wieża ratuszowa 10 zł (ulgowy 6 zł, dzieci do 7 lat bezpłatnie); Muzeum Dawnego Kupiectwa bilet normalny 15 zł, w piątki wstęp wolny.
Rynek, 58-100 Świdnica (wieża ratuszowa: wejście od ul. Wewnętrznej 4; Muzeum Dawnego Kupiectwa: Rynek 37)
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Geprüft: Oktober 2026