Märkte & Altstädte
Ein rechteckiger Platz im Herzen der Altstadt einer der ältesten Städte Oberschlesiens, die 1279 nach Magdeburger Recht gegründet wurde. In der Mitte steht das barock-klassizistische Rathaus von 1782 mit einem 63 m hohen Turm, an den Ecken ein Ensemble barocker Denkmäler.
Das erste, hölzerne Rathaus stand hier bereits im Mittelalter — die Schweden brannten es 1627 nieder. Die folgenden Bauten zerstörten Brände in den Jahren 1650, 1653, 1735 und 1779; der letzte brach nach dem österreichischen Beschuss der Stadt am 28. Februar 1779 während des Bayerischen Erbfolgekriegs aus. Das heutige Gebäude entstand 1782. Bei der Anlage des Marktes verwendete man die flämische „Schnur“ — seine Fläche wurde auf 2 × 1 Schnuren, also einen Morgan, festgelegt. Die erste Erwähnung des Marktes stammt aus einem Dokument von 1481.
Die Mariensäule von 1694, den Opfern der Pest gewidmet, wurde nach dem Vorbild der Säule am Münchner Marienplatz geschaffen; sie besteht aus Sandstein und Marmor, und ihr Sockel trägt Figuren von vier Heiligen und der Muttergottes mit Kind. Der Habsburgerbrunnen von 1696 ist der älteste Brunnen im Oppelner Schlesien — Atlanten tragen eine Muschel, über der ein gekrönter Adler thront. In der Südostecke steht die Figur des Johannes von Nepomuk von 1733, und am Markt hat sich das Weidinger-Bürgerhaus von 1769 erhalten.
Der Platz ist rund um die Uhr zugänglich, 200 m entfernt steht der Wok-Turm, ein Überrest der mittelalterlichen Stadtmauer.
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